Deswegen könnte die CO2-Segregation bestenfalls eine Zwischenlösung für eine gestreckte Übergangszeit in die wirkliche Postfossilität bieten.
Süddeutsche:http://blogs.sueddeutsche.de/feuilletonist/2009/12/21/sloterdijk/

Liebe Freunde,

Freunde von Andreas, Fans von Andreas, Förderer von Andreas,
Möchtegernmäzene, Kunstliebhaber, Luggefleischliebhaber, Andreasliebhaber,
Pilzsammler, Ölbergbesucher, Glasbläser, Steinmetze, Metzger,
Pferdeflüsterer, Häkler und Häklerinnen, Stricker und Strickerinnen,
Architekten und Architektinnen, Zeichner- und Zeichnerinnen, Malerinnen
und Maler, Professoren, Kritikerinnen, und liebe Galeristen und
Galeristinnen, Studenten, Absolventen, Kollegen und Kolleginnen, Genossinnen
und Genossen, nicht zu vergessen die Genießer und vor allem und doch am
Schluss, liebe Verleger und Juristen und Magister

Ihr wisst, nach Weihnachten ist vor Weihnachten und geschenkintensive
Geburts-, Jahres- und Jubiläumstage der Liebsten stehen auch 2010 ins Haus.

Alle, die ihr hier angesprochen seid, habt noch keine Ausstellungseinladungen von Andreas
mit Zeichnungen von Federn, Steinen und Gebilden aller
Art bekommen. Das sind Einzelstücke, die auch im Original bei unserem Künstler
einzeln oder im Dutzend erworben werden können, aber sie gehören doch in
einen größeren Zusammenhang: Den Kosmos, den Andreas uns in all seinen
Arbeiten eröffnet.

Seit Jahren hat Andreas die Idee, aus den Zeichnungen und skurilen Texten eine Enzyklopädie zu machen. Es bedurfte ein paar Schuobser und wir haben nun beschlossen , das Projekt zu verwirklichen.

Zum Erscheinen des Buchs wird es eine exklusive Veranstaltung für die
Genussscheininhaber geben, zu der Andreas neben der Vorstellung des Werks
und der Präsentation vieler Arbeiten zu einem geselligen Abend lädt. Der Ort, wo dieser Abend stattfinden soll, wurde von Andreas bereits ausgespäht und liegt “hier”:http://www.kloster-bronnbach.de/
Es sollten schon 50 Leute plus Anhang sein, die kommen
wollen und
die Genussscheine gezeichnet haben oder noch zeichnen wollen. Aber mehr
als 50 gibt es nicht, dann ist Schluss mit lustig. Die
Exklusivität soll ja gewahrt bleiben.

Und 500 Euro sollten die Kommenden für ein “nach- und werthaltiges
Investment” übrig haben, damit unser lutherbibelschweres und dennoch
federleichtes Bücherbaby geboren, in Leder gebunden und von Euren
Nachgeborenen auch noch befühlt und bestaunt werden kann.

Wir wollen 50 handgebundene, lederrückenbewehrte Edelausgaben des Buches mit einer Originalzeichnung, einer persönlicher Widmung und allem Pipapo zum stolzen aber dennoch preiswerten Preis von 500 Euro herausbringen und dann noch 500 Exemplare á 50 Euro in Hardcover ohne Lederrücken drucken und binden lassen.

Und damit das Projekt Federleichtkosmos auch tatsächlich verwirklicht
werden kann, benötigen wir das Vertrauen und die Vorkasse von 50
Förderinvestormäzenen mit je 500 Euro.

Wenn wir es schaffen, 50 Käufer zu akquirieren, die auch noch bereit
sind, die 500 Euro für die Vorzugsausgabe samt Originalzeichnung auf das

Konto von Andreas Rohrbach bei der Sparkasse Alzenau-Aschaffenburg mit
der Kontonummer: 112 834 88 und der BLZ 795 500 00 zu überweisen bevor sie
das Buch auch nur in Händen halten, also die Katze im Sack kaufen, kann das
Buchkunstprojekt verwirklicht werden.

Dann können wir nicht nur die Edelvorzugsspezialkunstenzyklopädien, die jede
für sich ein Einzelkunstwerk ist, für den erlauchten 50er Kreis drucken
lassen sondern auch noch die 500er Volksauflage.

Das Motto lautet also nicht “einer für alle, alle für einen”, sondern “50
für 500 für 500 für 50″.
Wir, die Werbestrategen wollen nichts verdienen, sondern nur mithelfen, das Buchkunstwerk entstehen zu lassen und gehören zu denen, die sich ein 500er Exemplar bereits durch Zahlung gesichert haben. Wir leisten Gewähr dafür, dass das investierte Geld sich nicht im bankenüblichen
Genusscheinoptionsstrudel verflüchtigt oder wegen mangelnd teilnehmender
Begeisterung den (Edel)bach runtergeht, sondern sicherer als jede Aktie,
jedes Derivat oder jeder Genussschein ist.

Sollte das Projekt nicht zustandekommen, gibt es die 500 Euro mit einem
entschuldigenden Grillwürstchen am Edelbacher Ölberglagerfeuer garantiert
zurück. Sicher ist sicher.

Einen Blick in den Sack, in dem die gekaufte Katze steckt, wird bald auf der in Vorbereitung befindlichen Homepage zum Bilderbuch möglich sein. Wenn es soweit ist, wird die Adresse denen, die bezahlt haben oder sich als Interessent/innen zurückgemeldet haben, mitgeteilt werden.

Ein klitzekleiner Blick in den Sack ist bereits hier möglich:Der Fingertsäuger 2

Für Fragen jeder Art stehen wir in jeder kommunikativen Weise zur
jederzeitigen Verfügung.

Mit nachweihnachtlichem Gruss und voller Vorfreude

Solaris Empire, das hört sich echt nach etwas Grossem an.

Das ist es noch nicht, dafür aber klein und fein.

Meine persönliche Assoziationskette geht so: Solaris, Lem, Stanislaw, Andreji Tarkoswsky, Film, Polen, gesehen, Buch,gelesen,gut, lange her, im Gedächtnis geblieben.

Da liege ich bestimmt wieder mal völlig falsch, der Name Solaris Empire hat wohl gar nichts mit mit meiner Solaris-Assoziationskette zu tun.

O.K. , ich löse auf: Es handelt sich um ein Plattenlabel und Empire ist natürlich völlig übertrieben.

Auf Kitty Solaris , so heißt die Künstlerin wurde ich über das andere Berliner Plattenlabel fly-fast-records aufmerksam, auf den ich wieder aufmerksam wurde, weil Cris Cosmo Unik auf chinesisch übersetzt hat und die fly-fasts auf ihrem poptastic-Album chinesische Künstler deutsch und deutsche Künstler chinesisch singen lassen und darauf das Lied von Kitty mit dem Titel “Cooler” auf chinesisch drauf ist. Und das hat mir gut gefallen, das ist echt cool.

So und weil sie dann in Frankfurt aufgetreten ist, habe ich ihr Konzert im Bett besucht und das war auch cool und weil ich grad das Foto entdeckt habe, schreib ich jetzt, ich denke mal über ihre Küche, die wohl das Plattenlabel Solaris Empire im Wesentlichen beherbergt.

Denn in ihrer Küche machte sie jedenfalls früher auch ihre Musik und weil sie keine Lust hatte, Demotapes zu Plattenfirmen zu schicken, die da eh keiner ernsthaft anhört und sich auch nicht als Deutschlands popsuperstar bewerben wollte, um möglichst halb bekleidet beim Heulen und Zähneklappern gefilmt zu werden, hat sie in ihrer Küche die Firma Solaris Empire gegründet und vertreibt da nicht nur ihre eigene, sondern auch die Musik ihrer Freunde.

Hört euch die Musik bei myspace an, geht heute, am 16.11.zum Konzert von Bernhard Eder , der auch auf Solaris Empire veröffentlicht, in die Insel in Berlin ,schaut auf den Tourplan und wenn euch die Musik gefällt , kauft euch einfach die CD, die Musiker sollen ja auch ein paar Kröten verdienen…

Alles ist sauber und ordentlich, Die Wege sind geharkt, die Papierkörbe geleert, die Rasenflächen sorgfältig gesprengt. Auf Ruhebänken kann der Frankfurtspaziergänger, der Frankfurttourist auf der Suche nach dem verschwundenden Goethedenkmal und der Frankfurter Banker auf der Suche nach dem Dachs besonnen beschattet die großen, glitzernden Bankentürme bequem von unten betrachten.

Geschichtliches zur Taunusanlage, die Teil der Wallanlage und unbebaubar ist, kann bei Wikipedia nachgelesen werden.

Vor 25 Jahren fanden auf dem ersten Teilstück der Taunusanlage noch keine Sommerspiele des Abenteuerspielplatzes Riederwald e.V. statt, das wäre dem damaligen Stadtvater Wallmann sicherlich als zu gefährlich erschienen ,tummelten sich doch in der Taunusanlage die Drogenabhängigen, die von der – auf der anderen Seite des Opernplatzes an der auf der Bockenheimer Anlage gelegenen “Haschwiese” vertrieben worden waren und auch der Abenteuerspielplatz Riederwald war damals noch viel zu piratig-alternativ. Heute schmückt sich die Stadt Frankfurt mit dem Abenteuerern und Stadtpiraten und auch der/die gemeine Operncafegast schickt den Nachwuchs ohne Berühungsangst, aber mit Nackensonnenschutzkappe und Au-pair-Mädchen zum Spielen zu den drei Grazien, Matschepampe machen, damit die Mama in Ruhe auf der Goethestrasse shoppen kann. Treffpunkt : LongIslandSummerBörsenParkplatzDeckLounge ,das ist praktisch für die Mama, falls die Manolo Blahniks ( findet frau das auf der Goethestrasse überhaupt ???? ) drücken sollten, sie kann noch kurz chillen und im Parkhaus ist der Geländebrummer geparkt.
( Moment mal : haben die aus der Anlage Vertriebenen nicht auch nur ein bischen gechillt ? Kannten sie nur das Wort nicht ? War das ihr Fehler ? Heute ist das Chillen ja eine angesehene Tätigkeit, ein abendliches Muss und wird doch nicht mehr strafrechtlich verfolgt oder mit einem Bann belegt, immerhin gibt es auf qype fast 600 Plätze zum Chillen)
Und die Kinder haben zwischen den drei Grazien Aglaia,Hegemone und Euphrosyne ihre Wasserrohre verlegt. das ist doch mal eine schöne Brunnenbenutzung, symbolisieren die drei Grazien des früheren Frankfurter Städelprofessors Toni Stadler doch das Geben, das Nehmen und das Danken und sind als Erinnerung an den MarshallPlan Marhshall Brunnen genannt worden.

Zurück zur Taunusanlage, die auch in einer 360 Grad Ansicht unter www.frankfurt360.de betrachtet werden kann.

(Entschuldigung ,der Kinderweichabwerfbulle vom Foto oben ging grad mit mir durch ):

An einem, durch eine Mauer abgetrennten Plätzchen wurden dies für Schach-, Dame- und Mensch-ärgere-dich-nicht-Spieler extra mit Mosaiken ausgelegten Steintischen zum Drogenkochen benutzt. Es lagen Einwegspritzen rum und die Radfahrer mussten aufpassen, keinen Drogenuser umzufahren.

Aber so gefährlich war das nun für die Radfahrer und Passanten auch wieder nicht,wenn die User noch konnten, sind sie natürlich ausgewichen.

Für sie selbst war es natürlich gefährlich, sie riskierten, bestraft zu werden und sie wurden auch alle vertrieben, und natürlich war der Drogengebrauch lebensgefährlich für sie, es sind sehr viele gestorben und in der Frankfurter Rundschau wurde, wenn ich mich richtig erinnere, monatlich die “Bilanz der Drogentoten” veröffentlich.

Un an diese Drogentoten erinnert eine zum Jahrestag des Gedenkens an die Drogentoten am 21.7.2006 an diesem Platz den Boden eingelassene Gedenktafel der akzeptierenden Eltern, der AidsHilfe und der Gruppe Jes (Junkies,Ehemalige, Substituierte). Ja,sie erinnern daran, dass auch Drogengebraucher Menschenwürde für sich beanspruchen und sie diese nicht erst durch ein abstinentes und angepasstes Leben verdienen müssen.

Und das muss jetzt auch noch dazu, wenn ich jetzt das Bild drangehängt habe:
Am Ende des lauschigen Plätzchens in Richtung des umgezogenen Goethe und dann in Richtung des EURO Denkmals steht noch die Diagonale ,ein Werk des Frankfurter Bildhauers Michael Siebel aus dem Jahr 1980.

So und jetzt kommt noch ein Blogrätsel:

Wohin ist denn der gute Goethe umgezogen ??

Und wie lautet die Inschrift auf dem Grazienbrunnen aus dem zweiten Teil von Faust ?

Zweiter Teil des Rätsels:

Anstatt des Goethedenkmals, das auf den Goetheplatz zur Bewachung der Edelkarossen im Parkdeck abkommandiert wurde, wird da nun eine Skulptur aus aus Edelstahlrohren, die wie verfremdend verdrehte Büroklammern anmutet, aufgestellt.
Ich habe noch nicht eruiert, wer Urheber dieses Objekts ist und kann nur darüber spekulieren, was er uns damit sagen will, aber ich werde es herausfinden und auch ein Foto nachliefern, wenn der Bauzaun weg ist.

Also die Fotos sind nun da.
Hinweise auf den Künstler habe ich nicht entdeckt.

Die Anrainer, die das Ding den ganzen Tag im Blick haben, wünschen sich Goethe zurück.
Ich habe die Vermutung gehört, es sei vielleicht als Gegenüber zum Opernhaus gedacht.
Als Hörrohr für die Oper oder für die Banken ?

Vielleicht nimmt das Ding die Schwingungen des Marktes auf ?

Immerhin ist nächste große Installation im Anlagenring das Eurodenkmal, das blaue mit den gelben Sternchen drumrum, das so gerne gefimt wird und in den Nachrichten gezeigt wird, wenn es um den Finanzplatz Frankfurt geht.

Rätsel über Rätsel, wer kann helfen ?

Die Offenbach/Frankfurter Künstlerin Parastou Forouhar wurde vor einigen Tagen am Flughafen in Teheran an ihrer Heimreise gehindert.

http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5986&key=standard_document_38423477

Wie jedes Jahr seit 1998 reiste anlässlich des Todestages ihrer Eltern, die in ihrem Haus ermordet worden waren, nach Teheran.

Wie jedes Jahr marschierte sie vom Haus zum Friedhof und gab Interviews.
Jedes Jahr machten sich ihre Familienagehörigen und Freunde Sorgen darüber, ob sie auch wieder heil heimkommt.

Wie immer vertraute und vertraut sie auf ihre internationale Bekanntheit.

Nun, 11 Jahre nach der Ermordung ihrer Eltern, wurde sie an der Ausreise nach Deutschland gehindert und am Montag wird sie angeklagt.

Es wird ein weltweiter Entrüstungssturm erforderlich sein, ihre Freiheit und womöglich ihr Leben zu retten.

Wenn ich herausgefunden habe, wohin die Proteste zu richten sind, werde ich weiter berichten.

Heute, am 11.12. gibt es im SWR um 23 Uhr 30 eine Sendung in der Reihe Nachtkultur, der link ist in Wassilys Kommentar.

Hier noch weitere Informationen:

Im Martin-Gropius-Bau ist noch bis zum 18.1.2010 die Ausstellung Taswir Islamische Bildwelten und die Moderne zu sehen.

Die, in dem Link versteckte Computergraphik mit dem Titel “Rot ist mein Name- Grün ist mein Name” aus dem Jahr 2008 stammt von der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar, der vor 6 Tagen die Ausreise aus dem Iran verweigert wurde.

Hier noch ein Zitat aus der NZZ Online
zu der unter dem ersten link versteckten Computergraphik, die auch auf einer Ausstellung in Wien zu sehen war.:

“Fast hinterhältig mutet es an, wie das Gleichmass der Patterns auf den digitalen Zeichnungen von Parastou Forouhar – es geht darin um den politischen Mord an den Eltern der iranischen Künstlerin – durch verzweifelt die Hände ringende und sich duckende Figuren durchbrochen wird. Beeinflusst von altpersischen Miniaturen, beschreibt sie eine totalitäre Gesellschaftsordnung als Ornament, das aus Messern und männlichen Geschlechtsorganen besteht und kein Ausscheren des Individuums erlaubt.”

Nicht nur der Direktor des Martin-Gropius-Baus setzt sich öffentlich für ihre ungehinderte Ausreise aus dem iran ein, sondern eine breite Öffentlichkeit.

In dem Link unter ihrem Namen ist die Solidaritätsseite auf facebook versteckt, die es in den paar Tagen auf immerhin 592 Fans gebracht hat.
Auch ohne Gratisbackwarenpromotion , die Starbucks die über 5 Millionen Facebookfans beschert hat, sollte es möglich sein, den Namen Parastou Forouhar wenigstens solange auf allen Kanälen in den Nachrichten zu halten, bis sie wieder ausreisen und taswir machen darf, ohne im Feuer zu brennen.

Und besucht die Ausstellung im Martin Gropius-Bau, da liegt eine Unterschriftenliste zur Übergabe an den iranischen Botschafter aus.

Hier ist noch ein link zu einem Video über eine Ausstellung im Museum Belvedere in Wien:

Darin kommt auch Parastou zu Wort.

Wir sind wertvoll !

Unterschiedlich, aber wir sind was wert, echt !

Hier könnt ihr euren Marktwert testen:

http://bizinformation.org/de/www.gegenhund.org

und die Protesten dagegen hier auf prohund:

http://www.prohund.net/index.php?topic=194.0

Na ja, und wo ist die passende Börse zur Realisierung des Marktwertes ?

my lovely threesome

sind, wie der Name schon sagt, drei Musiker.

Sie sind lovely, also sehr nett.

Ich habe ihre Telefonnummern, also sind sie auch irgendwie “mine”.
Wer sind die drei ?

Also die Julia Pellegrini stammt aus Freiburg und hat einen Nachnamen, der an edles italienisches Mineralwasser erinnert.
Sie studiert in Mannheim Jazzgesang an der staatlichen Musikhochschule und macht dieses Jahr ihren Abschluss.

Deshalb habe ich die die qypeverortung auch auf die Adresse der staatlichen Musikakademie und nicht auf ihre derzeitige Studentenadresse in der Käfertalerstr.17 in Mannheim gelegt.

Ihre Stimme erinnert mich aber nicht an italian sparkling mineralwater, sondern eher an Diana Krall.
Super sag ich euch, sie hat es drauf !

Begleitet wird ihre Stimme von der electric/accoustik Gitarre mit Arthur Braitsch aus Rottweil, der das Studium an der Hochschule in Mannheim zwar hingeschmissen aber in L.A. (Los Angeles) weitergeführt hat und auch in der Band von cris Cosmo spielt und von Michel Fischer, dem Allgäuer aus Memmingen am Schlagzeug, der sein Studium in Mannheim bereits abgeschlossen hat.

Die drei “threesomes” sind super, sie sind professionell und machen gute Laune, sie sind loevly und wenn ihr sie gehört habt, sind sie euch…oder euer.
Selbst sagen sie über sich :
Können radiotaugliche Songs unbeschadet auf jazzige Sounds treffen? Kommt der treibende Bass tatsächlich aus der einfachen Akustik Gitarre? Können clubtaugliche Beats auch von einem simplen Percussion-Set produziert werden? Ja, ja und … ja! Auch wenn der Zuhörer staunt, dass hinter diesen klanglich ausgereiften Songs nur drei Leute stecken – bei My Lovely Threesome vereinen sich groovige Elektro-Beats gekonnt mit akustischen Sounds, trifft der jazzige Background der drei Spieler auf ihre Vorliebe für singbar grooviges Songmaterial. Die Kombination Gitarre, Percussion, Gesang ergänzt sich nicht zu wohlbekanntem Aktustik-Mainstream sondern kreiert mit Glockenspiel, Vocoder und dreistimmigem Satzgesang einen neuen sommerlich frischen Sound der sich im Rhythmuszentrum des Gehirns festsetzt. Und nicht mehr loslässt!

TRAURIGE TROPEN

Volle Qypeehrlichkeit: Ich war da noch nicht , aber Willi war schon da. Das liegt fast 30 Jahre zurück, aber ich erinnere mich, dass er von seiner Einbaumfahrt im basilianischen Regenwald , eine Anekdote zu erzählen hatte.

Die ging so:
Der touristischen Einbaumfahrer machte in der Wildnis Pause, ergötzte sich an der überbordenden Natur und kam sich vollkommen einsam und einzigartig vor und dann kam plötzlich hinter dem Baum ein (Lehrer)kollege hervor und sagte: “Ha Willi, du bisch jo au do !”

Das ist die Geschichte zu dem Platz oder einem Platz in der Nähe dieses Platzes und die Geschichte der bildungs- und welteroberungshungrigen deutschen Deutschlehrer der 70er Jahre und der Einstieg zu einem Beitrag über Claude Lévi-Strauss ,der am 28.11.2008 hundert Jahre alt geworden ist (ER LEBT ! s.u. Kommentare ) und der in den Siebzigern mit seinen “Traurigen Tropen” die Lehrer und Philosophen und Anthropologen und Studenten geradezu in den Dschungel trieb.

Und der letzte Satz der “Traurigen Tropen” ist der längste Satz, den ich je gelesen habe, fast auswendig kann und auf einer einsamen Insel ohne qype und sonstige Ablenkungen als Mantra laut vor mich hersagen würde und der so ziemlich alles beinhaltet, was noch zu sagen wäre, lautet so:

“Sowenig das Individuum in der Gruppe und eine Gesellschaft unter den anderen allein ist, sowenig auch ist der Mensch allein im Universum. Wenn der Regenbogen der menschlichen Kulturen endlich im Abgrund unserer Wut versunken sein wird, dann wird – solange wir bestehen und solange es eine Welt gibt – jener feine Bogen bleiben, der uns mit dem Unzugänglichen verbindet, und uns den Weg zeigen, der aus der Sklaverei herausführt und dessen Betrachtung dem Menschen, auch wenn er ihn nicht einschlägt, die einzige Gnade verschafft, der er würdig zu werden vermag: nämlich den Marsch zu unterbrechen, den Impuls zu zügeln, der ihn dazu drängt, die klaffenden Risse in der Mauer der Notwendigkeit einen nach dem anderen zuzustopfen und damit sein Werk in demselben Augenblick zu vollenden, da er sein Gefängnis zuschließt; jene Gnade,nach der jede Gesellschaft begehrt, wie immer ihre religiösen Vorstellungen, ihr politisches System und ihr kulturelles Nievau beschaffen sein mögen; jene Gnade, in die sie ihre Muße, ihr Vergnügen, ihre Ruhe und ihre Freiheit setzt; jene lebenswichtige Chance, sich zu entspannen, loszulösen, das heißt die Chance, die darin besteht, in den kurzen Augenblicken, in denen es die menschliche Gattung erträgt, ihr bienenfleißiges Treiben zu unterbrechen, das Wesen dessen zu erfassen, was sie war und immer noch immer ist, diesseits des Denkens und jenseits der Gesellschaft: zum Beispiel bei der Betrachtung eines Minerals, das schöner ist als alle unsere Werke; im Duft einer Lilie, die weiser ist als unsere Bücher; oder in dem Blick – schwer von Geduld, Heiterkeit und gegenseitigem Verzeihen -, den ein unwillkürliches Einverständnis zuweilen auszutauschen gestattet mit einer Katze.”

(Claude Lévi-Strauss, TRAURIGE TROPEN, Originalausgabe 1955, deutsch 1978)

Ich denke, dass der Philosoph, Ethnologe, Anthropologe und Denker Lévi-Strauss, der mit dem Erfinder euer aller Beinbekleidung nicht verwechselt werden sollte, zum 100ten Geburtstag verdient hat, dass ihm auch ein Beitrag auf qype gewidmet wird und ich wollte ihn wirklich nicht in´s Museum für Völkerkunde stecken, denn da gehört er nicht hin.

Er hat unter anderen die Mato Grosso Region bereits und dort mit den Bororo Freundschaft geschlossen und ihre Sprache und ihre Bräuche, ihre Heiratsriten studiert und mit seinen Studien und Büchern dazu beigetragen, dass mit der überheblichen und kolonialistisch geprägte Betrachtung der unterentwickelten kulturlosen “Wilden”, also der Grundlage des allfälligen Rassismus ein wenig aufgeräumt wurde.

Und jetzt ist er verstorben in seinem 100ten Jahr.

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Wo die Schule versagt, geht das ganze Leben einen Nebenweg ist die Erkenntnis des Ikarus vom Lautertal.
Nur 4 Jahre durfte er zur Schule gehen, als der 1. Weltkrieg der Schulkarriere ein Ende setzte und er sich als Knecht verdingen musste.
Ein eigenartiger Kauz sei er, urteilte der Hausarzt 1929 fehl und er wurde in die psychiatrische Anstalt eingeliefert, von einer zur anderen weitergereicht und kam erst 1964 wieder frei. Seinen Lebensabend verbrachte er im Altersheim in Buttenhausen, er bekam eine kleine Werkstatt und durfte endlich die Flugapparate, die er Zeit seines Lebens entworfen hatte, auch bauen.

Im Jahre 1999 habe ich anlässlich einer Ausstellung in der Kunsthalle Hall/Tirol einen seiner Flugapparate gesehen.
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Faszinierend war er,der Flugapparat !
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Ich erwarb einen kleinen Katalog und werde daraus ein paar Bilder abfotografieren.
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Und ein paar Zitate des Flugradbauers werde ich noch heraussuchen.

Hier:
“Rückschau zur persönlichen Lebens-Bedingtheit
Was zur lebensentwiklung die Verhältnis-Knoten setzte , die den normalen Lebensumgang umbahnten u.die notgewordene Daseins-Entwiklung.
Gegeben der Eintritt in die Volksschule,das ganze 4te Schuljahr entfallen durch Krankheit,die doppelte halzoperation, bei der durch Eingriff und durch Schlafnarkose,die Sinnesorgan-Adern verletzt wurden, so die regelrechte Fortbildung zerrissen lag, durch den Krieg 1914 ein Entfall von guten lehrern,Kriegsinvaliden gaben nur noch Unterrricht, die Vorbildungsschule war nicht mehr erreichbar. Wo die Schule versagt, geht das leben einen nebenweg. Vom 5ten Schuljahr war ich sodann in Diensstellungen auf verschiedenen Gutshöfen, mit 18,200,150 und 400 Hundert Morgen. Letzterer war Kloster Untermarchtal, ökonomie der Vinzenz Schwestern Konkregation. Durch die Schwestern angestiftet ein ordensmann zu werden, mit den Worten:”Sie gebten doch ein so schönes Päterchen” entschloß ich mich hierzu.

…es wird der Ordenshabit in einer Feierstunde mit Umtausch der Weltkleider zugeteilt,es steht laut, man muß schon als Kandidat ein Schriftstück unterzeichnen,daß man alles gibt und tuht um Gottes Hort. Anspruchslos auf Lohn oder Vergütung, krankheits oder lebensversicherung, da kann nur ein Lebensunerfahrener hereinfallen,wie Ich !…
… Des Ordens Wohnmethode, hier auf den Einfältigen beziehend, wie weiß der Dumian,daß der mensch alle Stürme überstehende Wohnung braucht,darum schließen die Mönche sich in eine Art Festung sich ein, ihr Schutzbeispiehl, ein schützen sich gegen alle Weltstürme,Völker Geschlechtssitten,Tolleranten Geist, ihr Hauptinntresse, an dem beispiel dem Weltvolk zeigen, wie Gemeinsamkeit, Gemein vertragen Schaffen,Sorgen nützet,gesetzt als Allzeit erreichendes Vorbild. “

Erst heute habe ich den Katalog wieder gefunden. Deshalb wollte ich euch von ihm erzählen, dem Wassily hatte ich das schon vor einem Jahr zugesagt.
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Ach so, noch bis morgen gibt es im alten Kuhstall in Buttenhausen eine Werkschau.
Wer in der Nähe ist, möge sich das nicht entgehen lassen.
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oder keine Kunst ?
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Ja und er benutzt immer alle zur Verfügung stehenden Steine, die allerdings immer wieder von kunstbanausischen Anwohner vom Lager an der Dachrinne entfernt und entsorgt werden.

Aus der Steinenot wurde die kubistische Phase geboren.DSCF4902

Ich kann weiter berichten, dass das kunstpädagogische Konzept des Künstlers aufgegangen ist und nun mehrere ständige Zuschauer auch damit angefangen haben, am Turm mitzuwirken.

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