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Wo die Schule versagt, geht das ganze Leben einen Nebenweg ist die Erkenntnis des Ikarus vom Lautertal.
Nur 4 Jahre durfte er zur Schule gehen, als der 1. Weltkrieg der Schulkarriere ein Ende setzte und er sich als Knecht verdingen musste.
Ein eigenartiger Kauz sei er, urteilte der Hausarzt 1929 fehl und er wurde in die psychiatrische Anstalt eingeliefert, von einer zur anderen weitergereicht und kam erst 1964 wieder frei. Seinen Lebensabend verbrachte er im Altersheim in Buttenhausen, er bekam eine kleine Werkstatt und durfte endlich die Flugapparate, die er Zeit seines Lebens entworfen hatte, auch bauen.

Im Jahre 1999 habe ich anlässlich einer Ausstellung in der Kunsthalle Hall/Tirol einen seiner Flugapparate gesehen.
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Faszinierend war er,der Flugapparat !
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Ich erwarb einen kleinen Katalog und werde daraus ein paar Bilder abfotografieren.
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Und ein paar Zitate des Flugradbauers werde ich noch heraussuchen.

Hier:
“Rückschau zur persönlichen Lebens-Bedingtheit
Was zur lebensentwiklung die Verhältnis-Knoten setzte , die den normalen Lebensumgang umbahnten u.die notgewordene Daseins-Entwiklung.
Gegeben der Eintritt in die Volksschule,das ganze 4te Schuljahr entfallen durch Krankheit,die doppelte halzoperation, bei der durch Eingriff und durch Schlafnarkose,die Sinnesorgan-Adern verletzt wurden, so die regelrechte Fortbildung zerrissen lag, durch den Krieg 1914 ein Entfall von guten lehrern,Kriegsinvaliden gaben nur noch Unterrricht, die Vorbildungsschule war nicht mehr erreichbar. Wo die Schule versagt, geht das leben einen nebenweg. Vom 5ten Schuljahr war ich sodann in Diensstellungen auf verschiedenen Gutshöfen, mit 18,200,150 und 400 Hundert Morgen. Letzterer war Kloster Untermarchtal, ökonomie der Vinzenz Schwestern Konkregation. Durch die Schwestern angestiftet ein ordensmann zu werden, mit den Worten:”Sie gebten doch ein so schönes Päterchen” entschloß ich mich hierzu.

…es wird der Ordenshabit in einer Feierstunde mit Umtausch der Weltkleider zugeteilt,es steht laut, man muß schon als Kandidat ein Schriftstück unterzeichnen,daß man alles gibt und tuht um Gottes Hort. Anspruchslos auf Lohn oder Vergütung, krankheits oder lebensversicherung, da kann nur ein Lebensunerfahrener hereinfallen,wie Ich !…
… Des Ordens Wohnmethode, hier auf den Einfältigen beziehend, wie weiß der Dumian,daß der mensch alle Stürme überstehende Wohnung braucht,darum schließen die Mönche sich in eine Art Festung sich ein, ihr Schutzbeispiehl, ein schützen sich gegen alle Weltstürme,Völker Geschlechtssitten,Tolleranten Geist, ihr Hauptinntresse, an dem beispiel dem Weltvolk zeigen, wie Gemeinsamkeit, Gemein vertragen Schaffen,Sorgen nützet,gesetzt als Allzeit erreichendes Vorbild. “

Erst heute habe ich den Katalog wieder gefunden. Deshalb wollte ich euch von ihm erzählen, dem Wassily hatte ich das schon vor einem Jahr zugesagt.
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Ach so, noch bis morgen gibt es im alten Kuhstall in Buttenhausen eine Werkschau.
Wer in der Nähe ist, möge sich das nicht entgehen lassen.
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oder keine Kunst ?
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Ja und er benutzt immer alle zur Verfügung stehenden Steine, die allerdings immer wieder von kunstbanausischen Anwohner vom Lager an der Dachrinne entfernt und entsorgt werden.

Aus der Steinenot wurde die kubistische Phase geboren.DSCF4902

Ich kann weiter berichten, dass das kunstpädagogische Konzept des Künstlers aufgegangen ist und nun mehrere ständige Zuschauer auch damit angefangen haben, am Turm mitzuwirken.

Vorsorgliches Exil für ein Denkmal !

Oh Gott, lieber Gott, lass Hirn regnen, es ist zu trocken !

Ich bin mir ja schon sicher, dass ich spätestens morgen ein Ticket in meinem Email-Briefkasten haben werde und dann wird der Beitrag zwangsgelöscht, weil es den Platz, den ich beschreiben will nicht mehr gibt und schon vor Erfindung des Internetzes nicht mehr gab.
Aber qype-Kollege “Leckeressenauch” hat mich an Mammele erinnert. Ja, ich kannte sie persönlich und ja, sie ist tot und ja, die Kneipe in der Neckargasse in Tübingen gab es tatsächlich jahrzehntelang und jetzt ist sie nur noch in der Erinnerung.

Sie kochte wunderbar, das Mammele und jeder, der hungrig oder mit Appetit zu ihr kam, ging gesättigt und/oder betrunken heim. Mit oder ohne bezahlen zu können, denn am Ausgang stand nur ein ” Kässle” und jeder zahlte, soviel, wie er konsumiert hatte oder zahlen konnte.
Sich Küssenden wollte sie nicht sehen und fragte diese dann, ob sie denn daheim kein Bett hätten.

Sie hat es geschafft, davon leben zu können bis dann eine bekannte Fischgarküche der Legende den Garaus machte.

Das hat das Mammele aber nicht wirklich aus der Ruhe gebracht, verlegte sie sich dann auf das Bekochen und Bebacken ihrer Tübinger Kneipenkollegen und machte abendlich ihre Runde.
Sie trug grundsätzlich high heels und war immer elegant gekleidet. Sie rauchte Spitze und hatte ihren kleinen emaillierten zusammenklappbaren Privataschenbecher dabei, der nach Bedarf in den ordinären Aschenbecher entleert wurde.
Getrunken hat sie ausschließlich Pernod und das dazu gereichte Wasser hatte eisgekühlt mit klickenden Würfeln zu sein.

Das Wichtigste war, dass sie ohne zu wackeln oder zu schwanken auf den Hochhackigen elegant aus dem Blickfeld des Publikums entschwinden konnte.
Wenn dies schwierig erschien, akzeptierte sie, untergehakt zu werden.
Sie konnte kochen und backen und alles und hatte ein Herz, das für viele gereicht hat. Frauen konnte sie eigentlich nicht leiden, aber manchmal machte sie auch eine Ausnahme.

Noch 10 und 20 Jahre nach der Schließung der Legende erreichten sie Postkarten von japanischen Professoren mit der Adressierung Mammele D 74.
Darauf war sie stolz und sie las die Postkarten ihrem Wellensittich (oder war es ein Kanarienvogel ?) und mir vor, während der Vogel
sein Sektbad nahm und ich auf die Vertupperung des von ihr gekochten Resteessens wartete.
Na ja, sie wollte mich nicht beschämen und tat immer so, als sei das Essen zufällig übrig geblieben sei und ich ihr doch bitte den Gefallen tun solle, den Rest abzuholen.

Das war der entscheidende Beitrag für meine Examensvorbereitung !

Sie konnte kochen und backen und alles !

Mein unvergesslicher Besuch dieser Bar liegt schon mehrere Jahre zurück
In einem Gastraum, der sicherlich bereits im Mittelalter, als Hall noch ein Verkehrsknotenpunkt war, als solcher genutzt wurde und seitdem auch nicht grundlegend verändert wurde, empfängt Cocktailweltmeister Franz Steinmayr den Gast mit über 500 edelster Whiskeysorten und es ist ihm möglich, jeden auch whiskeyunkundigen Gast auf Beste zufriedenzustellen.
Es ist unbeschreiblich, man muss hingehen und ich bis sicher, dass alle Superspezialisten auf dem Gebiet der Whiskeyverkostung diese Adresse kennen.

ein bischen googeln bringt noch die Geschichte zutage, dass der Wirt den österreichischen Bundeskanzler ,der bereits vor der Tür stand , höflich aber bestimmt abgewiesen hat, weil er sich nur um die 20 anwesenden Gäste kümmern könne und wolle.

Leider habe ich kein Foto zur Verfügung,aber auf der Seite

www.hall-tirol.at

ist eine Diashow über Hauswappen in Hall, da ist auch der Eingang der Diana Bar zu sehen.

weiteres googeln führt zu weiteren Erkenntnissen:

Im Gaullt Millaut Österreich heißt es :

“Unbeirrbar geht er seinen Weg.
Seinen Weg der Größe und der Fülle.
Franz-Robert Steinmayr hat am oberen Stadtplatz in Hall an die 7000 Spirituosen versammelt.Aus aller Herren Länder und allen nur erdenklichen Pflanzen. Whiskeys neben Whiskys, Tequilas, Rums, Cognacs,teilweise ganze Jahrgangsserien aus drei Jahrhunderten. Dass das mittelalterliche Kellergewölbe, in dem man sich vorkommt wie in der “Schwarzmanderkirche” des benachbarten Insbruck, manchmal etwas mieft, dass der etwas seltsame Schmäh des Patrons bei einigen Leuten nicht gut ankommt, das alles verblasst gegen das Erlebnis einer der größten Spirituosensammlungen der Welt.”

Leider ist Herr Steinmayr verstorben und die Diana Bar  Geschichte.

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Es ist mir ein Bedürfnis, über Zero Reiko Ishihara einen Beitrag zu verfassen, obwohl ich ihr Atelier am angegebenen Ort in der Ostparkstrasse noch nicht besucht habe.

wordpress-sei-dank ist das auch für eine Veröffentlichung nicht notwendig.

Ich habe ihre drei Blutegelbilder bei der Aussstellungseröffnung der Galerie Wildwechsel  am 10.7.2009 gesehen und konnte gar nicht genau hingucken.

Ich erinnerte mich an eine Ausstellung im MMK mit sadomasogefesselten nackten Frauen.
Es war aber anders.
Ich wollte und musste doch genauer hinschauen und das abgebildete Gesicht hat mich fasziniert.

Schmerz hab ich darin gesehen und Hingebung.
Die Bilder gehen mir nach.
Seit ich sie gesehen habe, denke ich an sie. Das hat sich auch durch das Gespräch mit der abgebildeten bildenden Künstlerin nicht verwässert.

Es bleibt ihr echtes eigenes Blut.

Ich werde ihr Atelier besuchen und weiter berichten, aber bis dahin empfehle ich den Besuch der homepage.

In ihren Zeichnungen und auch den Skulpturen, die auf der homepage zu sehen sind, erkenne ich als Laiin (? richtig geschrieben ?) eine Verwandtschaft mit meinem Haus- und Hofkünstler Andreas Rohrbach, sei es auch nur eine Seelenverwandtschaft.
Das nur kann man auch weglassen.

Ein Hoch auf alle Seelenverwandten!

Ja, ich meine auch EUCH. richensa,hyke,lakritze,joulupukki,wassily,kraska,lenz,kormoran,deauville,eichi,hotzenplotz,musensohn,zorro,kixa

und wie ihr euch alle nennt und  nochmal

Zero Reiko Ishihara will  mit dem  Blut  nicht  provozieren und  es ist  auch  keine Effekthascherei .

patti Smith

Ja, es gibt 5 Punkte für  Arezzo   piazza  libertà !

Ja,  ich  fahre   zum  Konzert   von  Patti Smith genau  dahin

und ja, ich  werde  in  Bad Cannstatt  nicht  aussteigen

und   ja  ich  werde  auf  dem  Weg  dahin  einen  Abstecher/Abnäher  machen und der  Bernina  artista  vom  letzten  Beitrag  einen  Übernachtungsbesuch abstatten.

Ach  ja ,  und  ich  bin  noch für  eine weiteren Tipp für Essen /Übernachtung  auf  dem  Weg  dahin  empfänglich.

Ob die  letzte  (Empfehlung)  von  Eichi  wirklich  auf  dem  Weg  liegt,  muss  ich   noch herausfinden.

Und ja,  noch ein  Tipp von mir.

Ein Satz  wie:  „Ich  werde  einmal  im  Leben  ein  Livekonzert von  Patti  Smith  besuchen,  EGAL  wo!“   kann  weitreisende Folgen  haben,  auch  wenn die  Gute  ganz  nahe singt  und  man  sich  im   Überschwang der Vorfreude und im Eifer  des  Gefechts  mit  der  Technik  bei  der  Kartenbestellung vertippt  !

Das  letzte Mal ,  als  ich   vor  30  Jahren  in  Italien  war, wollte ich  nach Süden, in die Berge und ans Meer, hatte kein bestimmtes Ziel und weil ich auf dieser damaligen Reise jedes Dorf der Gegend mit einem alten VW, der immer am Berg geparkt werden musste, damit er beim Runterrollen in die Gänge kommen konnte, unsicher gemacht habe, erinnere ich mich hauptsächlich an strategisch günstig gelegene Parkmöglichkeiten, denn nach vorne musste immer Platz sein,  damit das  Fahrzeug  anrollen  konnte.
So etwas  passiert  diesmal  nicht !  Nein !
Es ist doch passiert.
Sage und schreib vier mal :
Das Auto sprang  nicht an.
vier mal.
von der ligurischen Küste bis nachPisa !

img_0162Ich war immer noch nicht persönlich in Steckborn bei der Nähmaschinenfabrik, aber ich durfte jetzt den neuesten ,dort hergestellten Nähcomputer namens artista ausprobieren und fotografieren.

Ein Computer ist wirklich nichts dagegen , da ist ein touchscreen für Zickzackstiche dabei!img_0112
Damit kann frau/man explizit applizieren, bis der Faden reisst. Es ist wirklich exquisit, was damit alles gemacht werden kann.

Und diesen Nähcomputer gibt es rabattiert schon ab 2249,– Euro!

Ursprungsbeitrag:

Hier stellt sich natürlich die Frage, warum gerade das Gletscherkälbchen sich berufen fühlt, einen Beitrag zu einer Nähmaschinenfabrik zu schreiben, wenn doch Meister Lenz bereits als lokaler Kenner alles Wissenswerte dazu geschrieben hat.

Also das ist eigentlich ganz einfach, es geht um Werbung. Ich bin zwar kein Werber und kenne mich damit natürlich genauswenig aus wie mit Nähmaschinen, obwohl ich noch zu der Generation gehöre, die in der Grundschule Handarbeitsunterricht hatte, in dem ich Socken mit perfekt verstärkter Ferse stricken gelernt habe und auch wie man Hohlsäume stickt. Also so geht das, es ist eine feinmotorische Übung und ich habe bestimmt noch irgendwo die Stoffstücke, die damals in der Schule schön beschriftet auf Karton geklebt werden mussten und die Kartonstücke wurden dann mit einer selbstgedrillten Kordel zu einem Stick- und Strickmusterbuch gebunden.

Auf der Nähmaschine durften und mussten wir, also nur die Mädchen, auch nähen und zwar eine Schürze und ein Nachthemd.

Ich werde bei Gelegenheit auf die Suche nach diesem Musterbuch gehen und euch hoffentlich irgendwann zum Nachweis ein Foto liefern können. Das kann aber dauern.

Solche Hohlsäume braucht auch kein Mensch, ist ja nur Zierde und vor allem braucht man diese Hohlsäume auch nicht mehr von Hand zu machen, das kann jetzt auch die von Lenz in dem vom mir so rüde umgebumpten Beitrag beschriebene Hohlsaumsäummaschine.

Aber ich bin mir sicher, dass mir Lenz die Umbumpaktion nicht übelnimmt, geht es doch, wie gesagt, um etwas ganz Anderes: um Werbung.

Dazu hab ich am Dienstag, den 29.7.08 in der Frankfurter Rundschau ein Interview von Harry Nutt mit Frédéric Beigbeder ,einem Ex-Danone-Joghurt-Weber und Autor des Buches, über das jetzt der Film mit dem gleichnamigen Titel : Neunundreißigneunzig gemacht wurde und das mit “Im Teufelskreis der Kunst” übertitelt ist.

Und der macht natürlich Werbung für den Film zu seinem Buch obwohl er ja Ex -Werber ist und hofft, der Warenwelt zu entfliehen.

Mit diesem Widerspruch konfrontiert, sagt er : “Das Einzige,was ich zu meiner Selbstverteidigung vortragen kann,ist, dass mein Joghurt sich selbst kritisiert.”

Diesen Satz vom sich selbst kritiserenden Joghurt find ich irgendwie ziemlich qypig oder qypehip, wie ihr wollt.

Also jedenfalls find ich den Film schon interessant, mal gucken, ob ich ihn gucken kann.

Ja und dann ist es doch so, dass dem Publikum die Werbung, bei der man so ein bischen um die Ecke denken muss auch am Besten im Gedächtnis bleibt, also bei mir ist das so. Ich habe beispielsweise seinerzeit angefangen Camel-Zigaretten zu rauchen,nur weil ich die Schachteln mit der Giraffe anstatt dem Camel-Kamel kaufen wollte und da gab es damals jede Woche ein neues Motiv und Postkarten dazu und ich hab das gesammelt und zwischenzeitlich weggeworfen und rauche immer noch Camel.

Aber ich will natürlich auch keine Werbung für Zigaretten machen, das liegt mir echt fern, ich sag euch das ist gesundheitsschädlich und guckt euch mal die Zähne auf der chilenischen Marboro Packung an, die in meinem TatankaBeitrag abgebildet ist. Also bitte, fangt nie mit dem Rauchen und hört sofort damit auf, falls ihr diesem Laster frönt.

Ich will auch nicht in erster Linie Werbung für die Nähmaschinen machen, die sind ja anscheinend so super, dass die gar keine Werbung nötig haben, jedenfalls keine durch mich, die frühere Handhohlsaumstickerin.

Erwähnung findet die Bernina Nähmaschinenfabrik durch mich, weil sie als Fördererin und Sponsor der legendären
Steckborner Freilichtspiele ist.

Lange Rede, kurzer Sinn :

Jetzt müsst ihr nur noch den Beitrag von Lenz dazu anschauen, die Kommentare und die Webseite, da steht alles und dann könnt ihr schnell Karten bestellen und mit den earlybird-Tarifen den Wurm catchen einen Urlaub am Bodensee oder sonstwo in der Nähe drumherumplanen, das kurbelt die lokale Wirtschaft und den Umsatz in den Wirtschaften an, Empfehlungen auf qype gibts zum Glück ja zur Genüge.

Euer Urlaub ist gerettet, die Spiele sind gerettet, ihr seid glücklich, weil ihr ja keine Waren, sondern in erster Linie Kunst und Kultur und das noch in freier Natur konsumiert habt und wenn ihr wollt, könnt ihr sogar aktiv mitspielen. Wenn ich richtig verstanden habe, suchen die noch Laiendarsteller.

So und jetzt habe ich bestimmt Siebene auf einen Streich gecatcht und ihr dürft mir sagen, was die Sieben sind, die ich meine….

Das ist jetzt das 150te qyperätsel, ja sogar Qypepreisrätsel, denn da lob ich doch glatt als 1.Preis 1 Eintrittskarte aus.

Ich hatte letztens lauthals verkündet, daß mir qypemäßig nichts mehr einfalle. Daß das so nicht stimmt, ist natürlich klar. Bei einer Autobahnfahrt und lauter Musik aus dem CD-Spieler fällt mir immer etwas ein.
So auch heute.
Ich habe die, bei fly-fast-records erstandene CD der mongolischen Hanggai band gehört. Die sehen wie die wilden Kerle aus, dem wunderschönen Kinderbuch Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak entsprungen ( einige gewachsene Eltern und gewesene Kinder unter euch werden sich erinnern), zottelig, mit langen Mähnen und Mänteln und schweren Stiefeln, nach langem Ritt schnapsdurstig vom Pferd gestiegen, wilde Kerle eben.
Und so machen sie auch Musik. Wild und laut und vielstimmig und schön und leise und wehmütig und mit der Pferdekopfgeige und Trommeln und der “throat”stimme und der Maultrommel und da hört man die Pferde über die mongolische Steppe galoppieren.

Und diese CD wurde im 2 kolegas aufgenommen, dem angesagtesten Club in Beijing für Livemusik abseits des Mainstream.

Da da worldmusic gespielt wird, dauert es bestimmt nicht lange, bis daß da auch die schöne Cheynesh Altay ihren Kehlkopf vibrieren und mit ihrer Maultrommel die russischen Steppenpferde galoppieren lässt.

Und daß da Cris Cosmo demnächst mal ein Konzert geben wird, das glaube ich schon seit ich die homepage des 2 kolegas studiert habe, denn daß da was und was da los ist, sieht man auf den Photos deutlich.

Daß der geniale Xiao He bereits mit seinen Liedern pengpengpeipei und mama im 2 kolegas aufgetreten ist, nehme ich stark an, das soll doch bitte unser Berliner mitqyper Beijingbeauty nächste Woche mal recherchieren. Beijingbeauty wird zum Filmfestival gehen und daß er das die Macher von fly-fast-records fragen kann, ist so gut wie sicher und daß die eine CD von Xiao He zum Verkauf dabei haben und darüber Bescheid wissen, ob Herr He schon im 2 kolegas aufgetreten ist, nehme ich auch an.
Ansonsten gibt es bei fly-fast die wunderschöne CD von Xiao He oder der Hanggai Band, die ich beide schon mein eigen nennen darf, für wenig Geld zu bestellen und daß ich die heute morgen auf der Fahrt gehört habe, war ausschlaggebend dafür, daß ich einen qyperückfall hatte.

(wird fortgesetzt und weiter verlinkt und daß die daße mit Dreierles-S bleiben, das sollte gletscherklar wie Kloßbrühe sein)

Die Kommentare will ich euch auch nicht vorenthalten :
Kommentare:

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6Kraska6

09.01.2009, 13:59

Na geht doch noch! (Da_ß_ da_s_ noch geht!) – Bin gespannt auf die wilden Kerle an der Pferdekopfgeige! (Ob das Kamel noch mal weint?)

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Lakritze

09.01.2009, 15:23

Das werde ich mir genauer anschauen. Als Fan von Fritz Mühlenweg kann ich gar nicht anders. Danke.

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Gletscher…

09.01.2009, 15:45

Herr Kraska, da weint jedes Kamel mindestens zweimal, bevor es durch das Nadelöhr schlüpft.

Lakritze, daß du dir das genauer anschauen willst, glaube ich dir gerne, aber wer ist Fritz Mühlenweg ?

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Lakritze

09.01.2009, 15:51

Das ist der Mann, der in den Zwanzigern mit Sven Hedin in der Mongolei war und dann drei Bücher darüber geschrieben hat. Hat man die gelesen, kriegt man schon beim Wort Mongolei ganz umflorte Augen.

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Gletscher…

09.01.2009, 15:57

Lakritze, daß mich das interessiert, sollte unumflort gletscherklar sein,weshalb ich um nähere Auskünfte oder Beiträge bitten möchte, “do ut des” gibt es dann den mongolischen Photographen Chono.

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Lakritze

09.01.2009, 16:04

Also, lies: In geheimer Mission durch die Wüste Gobi, ein zweibändiges Kinderbuch (naja, die Protagonisten sind zwei Zehnjährige). Dann willst Du unbedingt auch Fremde auf dem Weg der Nachdenklichkeit haben, Mühlenwegs eigenen Bericht über den gefährlichsten Teil seiner Reise. Und dann bist Du froh, daß es noch Mongolische Heimlichkeiten gibt, kleine Anekdoten. Alles erhältlich im Libelle Verlag — sowieso toll.

Und jetzt schau ich nach Chono …

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Gletscher…

09.01.2009, 16:08

Daß Chono geliefert wird, das habe ich doch versprochen.

Moment, das hat nicht funktioniert. Aber jetzt!

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6Kraska6

09.01.2009, 17:18

Bleibt nachzutragen, daß die Musik der Morin Chuur (“Pferdekopfgeige”) 2003 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Meister Wi Ki Pedia weiß überdies noch dies:

“Es gibt mehrere Legenden zum Ursprung dieses Instrumentes. Eine davon erzählt von einem Hirten, welcher ein magisches geflügeltes Pferd (siehe auch Windpferd) als Geschenk erhalten hatte. Danach bestieg er das Pferd jede Nacht und flog damit zu seiner Geliebten. Eine andere Frau ließ aus Neid die Flügel des Pferdes abschneiden, wodurch es starb. der Hirte fertigte aus den Knochen eine Geige, und besang zu ihrer Musik seine Trauer.
Eine andere Legende nennt als Erfinder einen Jungen namens Süche (= Axt). Nachdem ein böser Fürst sein weißes Pferd getötet hatte, kam dessen Geist im Traum zu ihm und leitete ihn an, aus seinem Körper ein Musikinstrument zu bauen. Dadurch könnten sie immer zusammen sein, und der Junge wäre nie mehr einsam. So entstand die Geige aus den Knochen, der Haut und den Haaren des Pferdes, und erhielt einen geschnitzten Pferdekopf an Stelle der Schnecke.”

Damit das jetzt auch bekannt ist.

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6Kraska6

09.01.2009, 17:24

Und noch was: Kennt Ihr Mongolen-Fans denn auch alle den Film “Urga”? (M.E. der schönste, humorvollste & klügste Film über die post-sowjetische Mongolai)

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Gletscher…

09.01.2009, 17:26

Der mit dem weinenden Kamel ? Claro, maestro !

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6Kraska6

09.01.2009, 17:29

Nein, eben NICHT der mit dem weinenden Kamel, sondern der, wo (“der wo”, = polnischer Relativsatz) der russische LKW-Fahrer sich in den mongolschischen Weiten in die Jurte einheimischer Nomaden verirrt; die Geister der Ahnen sprechen, und schließlich kommt Fernsehen in die Steppe. “Urga” heißt, soviel ich weiß, “das Lasso”. Mußt Du mal googeln oder bei Wikipedia gucken! Klasse Film! Und lustiger als das Kamel! – Wiki sagt:

>Handlung [Bearbeiten]

Der mongolische Hirte Gombo lebt mit seiner Frau Pagma, den beiden Kindern und seiner Schwiegermutter in einer Jurte in der Steppe, weit entfernt von der nächsten Siedlung. In diese – für ihn fremde – Welt gerät der russische Kraftfahrer Sergeij, als er mit seinem Lkw liegen bleibt und von Gombos Familie herzlich aufgenommen wird.
Nach anfänglichem Unverständnis für die mongolische Kultur, u. a. das Schlachten eines Schafes, der Geschmack von „Airag“ (Kumys, gegorene Stutenmilch), entwickeln Gombo und Sergeij eine Freundschaft, die sich im Verlauf einer „Einkaufsreise“ in die nächste Stadt vertieft.
Dort versucht Gombo, in einer Apotheke Präservative zu kaufen, weil die chinesischen Machthaber die Geburtenkontrolle vorschreiben. Sergeij hingegen möchte wieder einmal ordentlich auf den Putz hauen. Dies führt zu seiner Verhaftung, aus der ihn Gombo mit Hilfe eines Freundes aber recht schnell „befreien“ kann. Erleichtert kehren sie zurück. Aber nicht ohne den verlockenden Angeboten an Konsumgütern zu erliegen und bringt ein Fahrrad und ein Fernsehgerät mit, zwei in der Steppe wohl völlig sinnlose Geräte.
Bedeutung [Bearbeiten]

Es geht um die Freundschaft von zwei Männern aus verschiedenen Kulturen und über den Gegensatz zwischen der archaischen Nomadenkultur und der Industriegesellschaft. Dabei kündigen Symptome an, dass sich die Zerstörung der unberührten Natur wohl nicht aufhalten lässt.
Auszeichnungen [Bearbeiten]

Für den Film erhielt Nikita Michalkow bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig einen Goldenen Löwen. Urga war 1993 für den Oscar als „bester fremdsprachiger Film“ nominiert.
Trivia [Bearbeiten]

Die Urga ist ein langer Stab mit einer Schlinge am Ende. Damit fangen die Mongolen in der Steppe die Tiere ein. Wer sie in den Boden steckt, will beim Liebesakt nicht gestört werden.<

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Gletscher…

09.01.2009, 17:37

Das war jetzt aber ausführlich, aber wenn ich mich nicht völlig irre und ich will jetzt auch nicht angeben, meine ich, diesen Film auch zu kennen. Das mit der Szene über den Einkauf des Fernsehers und des Fahrrades kommt mir sehr bekannt vor, allerdings meine ich, den in Lausanne mit frz. Untertiteln gesehen zu haben. und am Schuß steckt so ein Schlingel so nen Stab in die Steppe ?

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6Kraska6

09.01.2009, 17:43

Nach meiner Erinnerung sitzt am Ende die ganze Familie (außer Gombo und Pagma, die in der Steppe “was zu tun” haben und dafür die Urga aufpflanzen), in der Jurte vor dem TV, und die zerknitterte 90-jährige Urgroßmutter meditiert, in dem sie methodisch die Bläschen der Luftpolsterfolie, in die das TV-Gerät gehüllt war, knallen läßt. Und über die Steppe weht de ewige Wind…

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Gletscher…

09.01.2009, 17:55

Daß ich das jetzt gefunden habe, lässt mich wieder an meinem Erinnerungsvermögen zweifeln !

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Lakritze

09.01.2009, 18:27

Gletscherkälbchen, da klingelt was bei Deiner Beschreibung — ein älterer Film, in dem es um das Steppengras geht? Und um ein Liebespaar, das sich findet und dann eben den Stab aufstellt –?

Ich weiß es nicht mehr, durchsuche aber gerade die IMDB.

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6Kraska6

09.01.2009, 18:28

Tja, Quizfrage, Gletscher: Was hat Sergeij gesehen, was ihn so entsetzt? a) Gombo und Pagma unter der Urga, b) die Großmutter, c) ein Fernsehgerät, d) eine Anlage, in der Stutenmilche vergoren wird oder d)………….. na?

Für die richtige Antwort gibt es zur Belohnung die ulttimative mongolische Version eines spanischen Pasodoble:

http://de.youtube.com/watch?v=XyMOY3dxUow

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Gletscher…

09.01.2009, 18:45

Ich erinnere mich nicht !
Aber wie ich dich kenne, wird es d) sein, wäre aber nett, wenn es a) wäre, aber dann fände ich den netten lonely LKW Fahrer Sergej nicht mehr soo nett,aber weil ich den Preisfilmschnipsel schon angeschaut hab, meine ich wieder, den Film gesehen zu haben…

Da muß jetzt Lakritze ran.
Und hab noch ein Schnipselchen gefunden, an das ich mich wiederum nicht erinnern kann.

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Beijingbe…

10.01.2009, 00:02

Fly Fast Records – das sind die Leute die auch den Film Beijing Bubbles gemacht haben, ein Film über alternative, indie Rock in Peking. Das Buch nenn ich da mein eigen bereits, wie auch viele andere CDs chinesischer Musik. Der Knaller ist eh die CD Poptastic Conversation China, wo Die Ärzte und Wir sind Helden und Die Sterne Chinesisch singen

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Ich fang mal mit der größten Tasse an. Da braucht auch Lakritze keine Angst zu haben, dass der Kaffe zu schnell zu kalt wird, der läuft durch das Loch schnell durch.dscf3669dscf3670

Dann geht es weiter mit der Elefantentasse, die ich vor Jahren einem Freund geschenkt habe ,bei dem sie auf dem Regal an seinem Schreibtisch langsam einstaubt.
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Jetzt kommt noch die tägliche Gorillaespressotasse mit elefantöser Begleitung.
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Ich schicke voraus:
Ich habe diese Wirtschaft bereits besucht,als sie noch Wirtschaft genannt werden konnte und keine coole Eventlocation war.

Die 1910 geborene Inhaberin würde sich wohl im Grab umdrehen, wüsste sie, dass ihre Wirtschaft jetzt Oma Rink`s Sterntaler heißt, crossover Fusionsküche im Angebot hat.
Sicherlich hätte Frau Lulu Schwarz, die als erste Frankfurterin im Jahre 1933 die Fahrerlaubnis erworben hatte, etwas dagegen gehabt Omma genannt zu werden, obwohl sie traditionell in der Nylon-Kittelschürze bediente.

Herr Herl urteilt in seinem empfehlenswerten Büchlein “Heimatkunde Frankfurt” ( ISBN Nr.:978-3-45538023-1, verlag Hoffmann und Campe) auf Seite 105 drastisch:
“Doch dann schlugen die Immobilienverbrecher und Gastro-mafiosi zu und teilten das Filetstückchen in allerbester Lage unter sich auf. Heute wird das Lokal von einer Bande Event-Hansels geführt, die sich sogar des namens von Lulu Schwarz bedienen und unter der albernen Bezeichnung “Oma Rink`s Sterntaler” ein Schickimickilokal führen. Unter dem scheinheiligen Motto”gewohntes mal anders” wurde die Wirtschaft von einem vollkommen gefühllosen Innenarchitekten zu Tode renoviert, und man ist sich nicht zu schade, Caipirinha und andere Modegetränke in den Bembeln der alten Dame auszuschenken. Geführt wird es im übrigen von solchen leuten, die früher nicht mal im Sommer von Lulu Schwarz eingelassen worden wären, geschweige denn im Winter”.

Wenn ihr wollt und es euch einen gewissen qypemehrwert verspricht und die Regie auch damit einverstanden ist, erzähl`  ich euch noch weiter von früher.

Wenn ihr einen frankfurtypischen Geschenktipp braucht, empfehle ich Michael Herls  Heimatkunde , wenn ihr Michi Herl treffen wollt, empfehle ich das Stalburgtheater samt sommerliches Offenlufttheaterprogramm im Güthersburgpark und auch den Besuch der Stalburg, da kann sogar noch die Kegelbahn aus den 50er-Jahren benutzt werden.

Ich füge  meine  Antwort auf qype´sche Kommentarkritik noch  an:

Herr Frankenfurter, ich gestatte Ihre Bemerkung,  möchte  aber richtigstellen,  dass es  mir  in meinem Beitrag nicht, auch nicht augenscheinlich, um das Werk  von Herrn Herl geht,den  ich  nicht  persönlich, aber aus der Stalburg ,dem Stlburgtheater und radelnd aus Nordendstadtteilbild kenne. Aber er  hat als echter Zeitzeuge die Gaststätte  Rink treffend  beschrieben und  ich  wollte korrekt aus  seinem Büchlein zitieren, weshalb ich  auch  die  ISBN-Nr. erwähnt habe, wissend, dass Autoren darauf gelegentlich Wert legen.

Mir ging es in erster Linie um den Umgang mit dem kulturellen Erbe einer Frankfurter  „Äppelwoi“wirtschaft. Ich  kann  mich  rühmen,  der „Türpolitik“ von Frau Schwarz weder  sommers noch  winters zum Opfer gefallen zu. Ich  war  damals wohl  in Begleitung eines tauglichen „Bürgen“( der  wird,bezogen  auf  den  Bundesligastammtisch von Herrn Herl  auch  nett  beschrieben). Ich  erinnere  mich  auch  daran, dass  Frau  Schwarz in den neunziger  Jahren,  als  sie  die Wirtschaft  nicht mehr  führen konnte, großen Wert darauf gelegt hat, dass von den  Pächtern nichts, jedenfalls  nicht  allzuviel verändert  wird.

Deshalb erlaube ich  mir das Urteil, dass  sie  niemals zugelassn  hätte,  dass in  ihren Bembeln  „Caipi“ ausgeschenkt  wird, ihr Foto auf  dem  gerahmten letzten  Rest ihrer  Tapete  hinterm „Bartender“  hängt, ihr Mädchenname  im  Lokalnamen ge(miss)braucht wird und sie sogar im Namen der angebotenen Gerichte auf Weltreise geschickt wird.

Das hätte  sie  nicht  gewollt, wenn sie eine Weltreise hätte  machen  wollen,  wäre  es ihr auch  schon  in den  80er  Jahren  ohne  weiteres möglich gewesen, das klapperige Anwesen zu  verkaufen  und die Reise persönlich anzutreten.

Herr West,es geht auch eigentlich nicht um das Bewahren gegen das Erneuern.

Ich  finde,  es  geht um den Umgang mit der lokalen  Geschichte und den Toten, die  man, weil sie  sich  nicht  mehr  wehren  können, ruhen lassen soll. Das  nennt man  wohl Pietät.

Sollten sie  ihr stylishes Lokal doch  „Appelwoilounge“ nennen, das  Foto  abhängen  und  neue 8er oder 10 Bembel kaufen, in denen der Caipi mit  Mengenrabatt gemixt wird.

Und  Herr Herl  ist  mit  seiner Fundamentalkritik auch  nicht  alleine, da  möchte  ich  auf den Artikel in  der  FR vom 20.4.2007, der auf  der  homepage der Betreiber im Pressespiegel veröffentlich ist, verweisen.
Da wird  die „einfühlsame Komplettsanierung“ ( http://www.omarinks-sterntaler.de/presse.html )  auch  in große Anführungsstriche gesetzt.

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