alte Heymat


Ein netter Brief an die Schwaben aus Berlin:

http://www.radio-utopie.de/2010/10/05/wir-haben-kein-zweites-schwaben-volk-im-kofferraum/

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Wo die Schule versagt, geht das ganze Leben einen Nebenweg ist die Erkenntnis des Ikarus vom Lautertal.
Nur 4 Jahre durfte er zur Schule gehen, als der 1. Weltkrieg der Schulkarriere ein Ende setzte und er sich als Knecht verdingen musste.
Ein eigenartiger Kauz sei er, urteilte der Hausarzt 1929 fehl und er wurde in die psychiatrische Anstalt eingeliefert, von einer zur anderen weitergereicht und kam erst 1964 wieder frei. Seinen Lebensabend verbrachte er im Altersheim in Buttenhausen, er bekam eine kleine Werkstatt und durfte endlich die Flugapparate, die er Zeit seines Lebens entworfen hatte, auch bauen.

Im Jahre 1999 habe ich anlässlich einer Ausstellung in der Kunsthalle Hall/Tirol einen seiner Flugapparate gesehen.
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Faszinierend war er,der Flugapparat !
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Ich erwarb einen kleinen Katalog und werde daraus ein paar Bilder abfotografieren.
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Und ein paar Zitate des Flugradbauers werde ich noch heraussuchen.

Hier:
“Rückschau zur persönlichen Lebens-Bedingtheit
Was zur lebensentwiklung die Verhältnis-Knoten setzte , die den normalen Lebensumgang umbahnten u.die notgewordene Daseins-Entwiklung.
Gegeben der Eintritt in die Volksschule,das ganze 4te Schuljahr entfallen durch Krankheit,die doppelte halzoperation, bei der durch Eingriff und durch Schlafnarkose,die Sinnesorgan-Adern verletzt wurden, so die regelrechte Fortbildung zerrissen lag, durch den Krieg 1914 ein Entfall von guten lehrern,Kriegsinvaliden gaben nur noch Unterrricht, die Vorbildungsschule war nicht mehr erreichbar. Wo die Schule versagt, geht das leben einen nebenweg. Vom 5ten Schuljahr war ich sodann in Diensstellungen auf verschiedenen Gutshöfen, mit 18,200,150 und 400 Hundert Morgen. Letzterer war Kloster Untermarchtal, ökonomie der Vinzenz Schwestern Konkregation. Durch die Schwestern angestiftet ein ordensmann zu werden, mit den Worten:”Sie gebten doch ein so schönes Päterchen” entschloß ich mich hierzu.

…es wird der Ordenshabit in einer Feierstunde mit Umtausch der Weltkleider zugeteilt,es steht laut, man muß schon als Kandidat ein Schriftstück unterzeichnen,daß man alles gibt und tuht um Gottes Hort. Anspruchslos auf Lohn oder Vergütung, krankheits oder lebensversicherung, da kann nur ein Lebensunerfahrener hereinfallen,wie Ich !…
… Des Ordens Wohnmethode, hier auf den Einfältigen beziehend, wie weiß der Dumian,daß der mensch alle Stürme überstehende Wohnung braucht,darum schließen die Mönche sich in eine Art Festung sich ein, ihr Schutzbeispiehl, ein schützen sich gegen alle Weltstürme,Völker Geschlechtssitten,Tolleranten Geist, ihr Hauptinntresse, an dem beispiel dem Weltvolk zeigen, wie Gemeinsamkeit, Gemein vertragen Schaffen,Sorgen nützet,gesetzt als Allzeit erreichendes Vorbild. “

Erst heute habe ich den Katalog wieder gefunden. Deshalb wollte ich euch von ihm erzählen, dem Wassily hatte ich das schon vor einem Jahr zugesagt.
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Ach so, noch bis morgen gibt es im alten Kuhstall in Buttenhausen eine Werkschau.
Wer in der Nähe ist, möge sich das nicht entgehen lassen.
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Vorsorgliches Exil für ein Denkmal !

Oh Gott, lieber Gott, lass Hirn regnen, es ist zu trocken !

Ich bin mir ja schon sicher, dass ich spätestens morgen ein Ticket in meinem Email-Briefkasten haben werde und dann wird der Beitrag zwangsgelöscht, weil es den Platz, den ich beschreiben will nicht mehr gibt und schon vor Erfindung des Internetzes nicht mehr gab.
Aber qype-Kollege “Leckeressenauch” hat mich an Mammele erinnert. Ja, ich kannte sie persönlich und ja, sie ist tot und ja, die Kneipe in der Neckargasse in Tübingen gab es tatsächlich jahrzehntelang und jetzt ist sie nur noch in der Erinnerung.

Sie kochte wunderbar, das Mammele und jeder, der hungrig oder mit Appetit zu ihr kam, ging gesättigt und/oder betrunken heim. Mit oder ohne bezahlen zu können, denn am Ausgang stand nur ein ” Kässle” und jeder zahlte, soviel, wie er konsumiert hatte oder zahlen konnte.
Sich Küssenden wollte sie nicht sehen und fragte diese dann, ob sie denn daheim kein Bett hätten.

Sie hat es geschafft, davon leben zu können bis dann eine bekannte Fischgarküche der Legende den Garaus machte.

Das hat das Mammele aber nicht wirklich aus der Ruhe gebracht, verlegte sie sich dann auf das Bekochen und Bebacken ihrer Tübinger Kneipenkollegen und machte abendlich ihre Runde.
Sie trug grundsätzlich high heels und war immer elegant gekleidet. Sie rauchte Spitze und hatte ihren kleinen emaillierten zusammenklappbaren Privataschenbecher dabei, der nach Bedarf in den ordinären Aschenbecher entleert wurde.
Getrunken hat sie ausschließlich Pernod und das dazu gereichte Wasser hatte eisgekühlt mit klickenden Würfeln zu sein.

Das Wichtigste war, dass sie ohne zu wackeln oder zu schwanken auf den Hochhackigen elegant aus dem Blickfeld des Publikums entschwinden konnte.
Wenn dies schwierig erschien, akzeptierte sie, untergehakt zu werden.
Sie konnte kochen und backen und alles und hatte ein Herz, das für viele gereicht hat. Frauen konnte sie eigentlich nicht leiden, aber manchmal machte sie auch eine Ausnahme.

Noch 10 und 20 Jahre nach der Schließung der Legende erreichten sie Postkarten von japanischen Professoren mit der Adressierung Mammele D 74.
Darauf war sie stolz und sie las die Postkarten ihrem Wellensittich (oder war es ein Kanarienvogel ?) und mir vor, während der Vogel
sein Sektbad nahm und ich auf die Vertupperung des von ihr gekochten Resteessens wartete.
Na ja, sie wollte mich nicht beschämen und tat immer so, als sei das Essen zufällig übrig geblieben sei und ich ihr doch bitte den Gefallen tun solle, den Rest abzuholen.

Das war der entscheidende Beitrag für meine Examensvorbereitung !

Sie konnte kochen und backen und alles !

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Den Kuddlaapplastoi# ( 9.12.im Adventskalender), den ich jetzt in annähernder Übereinstimmung mit der Schreibweise auf der neuen Laichinger homepage in der Platzbezeichnung Kuddlaabblastoi aber nicht Kuddlaabbla Stoi, nicht Kuttel Aple Stoi, wie auf der offiziellen Laichinger Stadthomepage, nicht Kuttel Appel Stein und schon gar nicht Kuttel Apel Stein wie auf dem Schild geschrieben habe, denn so weit geht meine Kompromissbereitschaft zugunsten der einfachen google/googleearth- Verortung nicht, habe ich bereits im Beitrag über das Schlössle genannt und, wer auch nur ein wenig Gletscherkälbcheneinfühlungsvermögen besitzt, weiss, dass die Nennung der Genialität des Wortes an sich geschuldet ist.

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Auf dem Wanderweg ist der kuddlaapplastoi die Nummer 3 und heisst Kuttel Aple Stoi !

Was aber soll bitte die Aufschrift auf dem wettergeschützten (!) Schild “Kuttel Apel Stein” bedeuten ?

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Das ist doch nur genial bescheuert sondern auch peinlich !

Wer hat versucht, die jahrhundertealte Bezeichnung Kuddlaapplastoi oder meinetwegen auch Kuddlaabblastoi in`s Hochdeutsche zu übertragen ?

Wer war das ? Er melde sich ! Er schäme sich !

Ich werde es erurieren, bevor das Geheimnis der Entstehung der vielen Felstrümmer gelüftet ist. Denn das ist doch klar, da wird wohl die Erosion am Rande des Trockentales , das Wassertal heisst, dafür verantwortlich sein.

Das gibt dem Schildaufsteller nicht das Recht, das schöne Wort zu verhunzen und die Geschichte der Entstehung des Steinnamens zu verschweigen.

Klar auf den diversen Homepagen steht, dass der Legende nach die Appolonia Barth Anfang des 19. Jahrhunderts bei Unwettern, also immer dann, wenn es Grodda ghaglet, während dem Heuet unter dem Stein Unterschlupf gefunden hat.

So ein grottenhagelndes Sommergewitter , vor dem sich die Applone in Sicherheit gebracht haben mag, ist nun auf youtube im Unwettervideo anzusehen und, wenn ich mich nicht irre, ist der Kuddlaappalstoi in Blickrichtung der Kamera, die die monatlich veröffentlichten Zeitrafferwettervideos aufzeichnet.

Wenn sich der Name des Steins vom Appolonia ableitet, muss er logischerweise Kuddlaapplastoi und nicht Kuttel Apel Stein, Kuttel Aple Stoi oder Kuddla Abbla Stoi, Kuddlaabblastoi oder Kuddlabbla Stoi geschrieben werden.

Und das Geheimnis der Kuddla ist damit immer noch nicht gelüftet !
Da gibt es meines Erachtens mehrere Erklärungen. Die einfachste wäre, anzunehmen bei der Applone habe es sich um eine besonders gute Kuddlaköchin gehandelt oder Kuddla sind nicht nur die Leib- und Magenspeise unseres Exqypers Gargano sondern schmeckten auch ihr besonders gut.

Oder die Applone musste so schnell vor dem Unwetter weg und unter den Schutz des Steines rennen, dass ihre die Kuddel aus dem Hals hing. ( mit Kuddel sind im Schwäbischen nahezu alle inneren Organe gemeint, speziell auch die Lunge, es bedeutet also, dass sie völlig außer Atem war)

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Böse Zungen behaupten, dass die  Appolonia die Sommergewitter und die herbstlichen Stürme als Vorwand genommen  hat, um sich  im  ihrem/n Liebhaber/n auf, neben oder in der   Laubhöhle unter dem Stein getroffen  zu  haben und sich dabei die  Kuddel aus dem Leib geschrien zu haben.  dscf3474

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Lassen  wir das.

Ich bevorzuge die Köchinnen/Leibspeisen-Erklärung ,wobei ich gestehen muss, dass ich Kuddeln wirklich gar nicht mag.

Aber der von mir versegglede ( beschimpfte) Schilderaufsteller ist bestimmt mit dem Laichinger Perlmamaknopfkäufer verwandt.
Der wurde in den 60er Jahren auch zu Legende,weil er zum Hirschle geschickt wurde, um Perlmuttknöpfe zu kaufen, sich gewählt hochdeutsch ausdrücken wollte und Perlmamaknöpfe orderte.
Ich erinnere (Absicht ! neudeutsch) seinen Namen nicht, aber die Geschichte ist verbürgt und das Schild mit Kuttel Apel Stein muss weg, outet es die Laichinger als ausgemachte Perlmamaknopfkäufer !

Einigen wir uns ein für  alle mal  darauf,  dass   so gesprochen wird:

Kuddlapplaschdoi !

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Eyne Vogelgeschychte von Lyselotte Burger myt Byldern von Fritz Baumgarten

yst meyn Blogeynstyeg.

Warum das denn, mögt yhr euch fragen,was soll denn das  ?

Na ya, das Buch fyel mir eyn, als ych verstanden habe, was twyttern yst und daß  das Wort ybersetzt  zwytschern heyßt.

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Das Buch  hat keyne YSBN Nummer, das genaue Erscheynungsdatum konnte ych  nycht ermytteln, es myssen aber die  End50er Yahre seyn: Der vorvorletzte Reym lautet:

Zwitschi, der nun flügge ist,

will nicht zurück ins Nest,

das ihm zu eng geworden ist,

„Lebt wohl“, so ruft er fest,

habt Dank und grüßt die Brüderlein,

ich fliege in die Welt.

Papa, Mama, nicht böse sein,

wenn es mir so gefällt!“

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Jetzt fehlt natürlych noch der Twyttertext, aber ych wollte euch dye Vogelhäuschen  und die  Landschaft  nycht vorenthalten…..

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Ich möchte eine Wette darauf abschließen, dass im “Dolo” in den 60er -Jahren das Spaghettieis erfunden wurde und zwar mit einer geeisten “Spätzlesdrugge” und die Amarenakirschen auf dem Amarenabecher oder dem Banana Split schmecken besser als in jedem anderen Eiscafé der Welt und erst das Eis…

Hier gibt es immer noch die edelste Bettwäsche aus feinstem Damast, Leinen,weiss und kühl, etwas Besseres findet ihr nicht, nirgends. Punkt

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