April 2009


Ich hatte letztens lauthals verkündet, daß mir qypemäßig nichts mehr einfalle. Daß das so nicht stimmt, ist natürlich klar. Bei einer Autobahnfahrt und lauter Musik aus dem CD-Spieler fällt mir immer etwas ein.
So auch heute.
Ich habe die, bei fly-fast-records erstandene CD der mongolischen Hanggai band gehört. Die sehen wie die wilden Kerle aus, dem wunderschönen Kinderbuch Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak entsprungen ( einige gewachsene Eltern und gewesene Kinder unter euch werden sich erinnern), zottelig, mit langen Mähnen und Mänteln und schweren Stiefeln, nach langem Ritt schnapsdurstig vom Pferd gestiegen, wilde Kerle eben.
Und so machen sie auch Musik. Wild und laut und vielstimmig und schön und leise und wehmütig und mit der Pferdekopfgeige und Trommeln und der “throat”stimme und der Maultrommel und da hört man die Pferde über die mongolische Steppe galoppieren.

Und diese CD wurde im 2 kolegas aufgenommen, dem angesagtesten Club in Beijing für Livemusik abseits des Mainstream.

Da da worldmusic gespielt wird, dauert es bestimmt nicht lange, bis daß da auch die schöne Cheynesh Altay ihren Kehlkopf vibrieren und mit ihrer Maultrommel die russischen Steppenpferde galoppieren lässt.

Und daß da Cris Cosmo demnächst mal ein Konzert geben wird, das glaube ich schon seit ich die homepage des 2 kolegas studiert habe, denn daß da was und was da los ist, sieht man auf den Photos deutlich.

Daß der geniale Xiao He bereits mit seinen Liedern pengpengpeipei und mama im 2 kolegas aufgetreten ist, nehme ich stark an, das soll doch bitte unser Berliner mitqyper Beijingbeauty nächste Woche mal recherchieren. Beijingbeauty wird zum Filmfestival gehen und daß er das die Macher von fly-fast-records fragen kann, ist so gut wie sicher und daß die eine CD von Xiao He zum Verkauf dabei haben und darüber Bescheid wissen, ob Herr He schon im 2 kolegas aufgetreten ist, nehme ich auch an.
Ansonsten gibt es bei fly-fast die wunderschöne CD von Xiao He oder der Hanggai Band, die ich beide schon mein eigen nennen darf, für wenig Geld zu bestellen und daß ich die heute morgen auf der Fahrt gehört habe, war ausschlaggebend dafür, daß ich einen qyperückfall hatte.

(wird fortgesetzt und weiter verlinkt und daß die daße mit Dreierles-S bleiben, das sollte gletscherklar wie Kloßbrühe sein)

Die Kommentare will ich euch auch nicht vorenthalten :
Kommentare:

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6Kraska6

09.01.2009, 13:59

Na geht doch noch! (Da_ß_ da_s_ noch geht!) – Bin gespannt auf die wilden Kerle an der Pferdekopfgeige! (Ob das Kamel noch mal weint?)

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Lakritze

09.01.2009, 15:23

Das werde ich mir genauer anschauen. Als Fan von Fritz Mühlenweg kann ich gar nicht anders. Danke.

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Gletscher…

09.01.2009, 15:45

Herr Kraska, da weint jedes Kamel mindestens zweimal, bevor es durch das Nadelöhr schlüpft.

Lakritze, daß du dir das genauer anschauen willst, glaube ich dir gerne, aber wer ist Fritz Mühlenweg ?

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Lakritze

09.01.2009, 15:51

Das ist der Mann, der in den Zwanzigern mit Sven Hedin in der Mongolei war und dann drei Bücher darüber geschrieben hat. Hat man die gelesen, kriegt man schon beim Wort Mongolei ganz umflorte Augen.

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Gletscher…

09.01.2009, 15:57

Lakritze, daß mich das interessiert, sollte unumflort gletscherklar sein,weshalb ich um nähere Auskünfte oder Beiträge bitten möchte, “do ut des” gibt es dann den mongolischen Photographen Chono.

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Lakritze

09.01.2009, 16:04

Also, lies: In geheimer Mission durch die Wüste Gobi, ein zweibändiges Kinderbuch (naja, die Protagonisten sind zwei Zehnjährige). Dann willst Du unbedingt auch Fremde auf dem Weg der Nachdenklichkeit haben, Mühlenwegs eigenen Bericht über den gefährlichsten Teil seiner Reise. Und dann bist Du froh, daß es noch Mongolische Heimlichkeiten gibt, kleine Anekdoten. Alles erhältlich im Libelle Verlag — sowieso toll.

Und jetzt schau ich nach Chono …

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Gletscher…

09.01.2009, 16:08

Daß Chono geliefert wird, das habe ich doch versprochen.

Moment, das hat nicht funktioniert. Aber jetzt!

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6Kraska6

09.01.2009, 17:18

Bleibt nachzutragen, daß die Musik der Morin Chuur (“Pferdekopfgeige”) 2003 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Meister Wi Ki Pedia weiß überdies noch dies:

“Es gibt mehrere Legenden zum Ursprung dieses Instrumentes. Eine davon erzählt von einem Hirten, welcher ein magisches geflügeltes Pferd (siehe auch Windpferd) als Geschenk erhalten hatte. Danach bestieg er das Pferd jede Nacht und flog damit zu seiner Geliebten. Eine andere Frau ließ aus Neid die Flügel des Pferdes abschneiden, wodurch es starb. der Hirte fertigte aus den Knochen eine Geige, und besang zu ihrer Musik seine Trauer.
Eine andere Legende nennt als Erfinder einen Jungen namens Süche (= Axt). Nachdem ein böser Fürst sein weißes Pferd getötet hatte, kam dessen Geist im Traum zu ihm und leitete ihn an, aus seinem Körper ein Musikinstrument zu bauen. Dadurch könnten sie immer zusammen sein, und der Junge wäre nie mehr einsam. So entstand die Geige aus den Knochen, der Haut und den Haaren des Pferdes, und erhielt einen geschnitzten Pferdekopf an Stelle der Schnecke.”

Damit das jetzt auch bekannt ist.

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6Kraska6

09.01.2009, 17:24

Und noch was: Kennt Ihr Mongolen-Fans denn auch alle den Film “Urga”? (M.E. der schönste, humorvollste & klügste Film über die post-sowjetische Mongolai)

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Gletscher…

09.01.2009, 17:26

Der mit dem weinenden Kamel ? Claro, maestro !

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6Kraska6

09.01.2009, 17:29

Nein, eben NICHT der mit dem weinenden Kamel, sondern der, wo (“der wo”, = polnischer Relativsatz) der russische LKW-Fahrer sich in den mongolschischen Weiten in die Jurte einheimischer Nomaden verirrt; die Geister der Ahnen sprechen, und schließlich kommt Fernsehen in die Steppe. “Urga” heißt, soviel ich weiß, “das Lasso”. Mußt Du mal googeln oder bei Wikipedia gucken! Klasse Film! Und lustiger als das Kamel! – Wiki sagt:

>Handlung [Bearbeiten]

Der mongolische Hirte Gombo lebt mit seiner Frau Pagma, den beiden Kindern und seiner Schwiegermutter in einer Jurte in der Steppe, weit entfernt von der nächsten Siedlung. In diese – für ihn fremde – Welt gerät der russische Kraftfahrer Sergeij, als er mit seinem Lkw liegen bleibt und von Gombos Familie herzlich aufgenommen wird.
Nach anfänglichem Unverständnis für die mongolische Kultur, u. a. das Schlachten eines Schafes, der Geschmack von „Airag“ (Kumys, gegorene Stutenmilch), entwickeln Gombo und Sergeij eine Freundschaft, die sich im Verlauf einer „Einkaufsreise“ in die nächste Stadt vertieft.
Dort versucht Gombo, in einer Apotheke Präservative zu kaufen, weil die chinesischen Machthaber die Geburtenkontrolle vorschreiben. Sergeij hingegen möchte wieder einmal ordentlich auf den Putz hauen. Dies führt zu seiner Verhaftung, aus der ihn Gombo mit Hilfe eines Freundes aber recht schnell „befreien“ kann. Erleichtert kehren sie zurück. Aber nicht ohne den verlockenden Angeboten an Konsumgütern zu erliegen und bringt ein Fahrrad und ein Fernsehgerät mit, zwei in der Steppe wohl völlig sinnlose Geräte.
Bedeutung [Bearbeiten]

Es geht um die Freundschaft von zwei Männern aus verschiedenen Kulturen und über den Gegensatz zwischen der archaischen Nomadenkultur und der Industriegesellschaft. Dabei kündigen Symptome an, dass sich die Zerstörung der unberührten Natur wohl nicht aufhalten lässt.
Auszeichnungen [Bearbeiten]

Für den Film erhielt Nikita Michalkow bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig einen Goldenen Löwen. Urga war 1993 für den Oscar als „bester fremdsprachiger Film“ nominiert.
Trivia [Bearbeiten]

Die Urga ist ein langer Stab mit einer Schlinge am Ende. Damit fangen die Mongolen in der Steppe die Tiere ein. Wer sie in den Boden steckt, will beim Liebesakt nicht gestört werden.<

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Gletscher…

09.01.2009, 17:37

Das war jetzt aber ausführlich, aber wenn ich mich nicht völlig irre und ich will jetzt auch nicht angeben, meine ich, diesen Film auch zu kennen. Das mit der Szene über den Einkauf des Fernsehers und des Fahrrades kommt mir sehr bekannt vor, allerdings meine ich, den in Lausanne mit frz. Untertiteln gesehen zu haben. und am Schuß steckt so ein Schlingel so nen Stab in die Steppe ?

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6Kraska6

09.01.2009, 17:43

Nach meiner Erinnerung sitzt am Ende die ganze Familie (außer Gombo und Pagma, die in der Steppe “was zu tun” haben und dafür die Urga aufpflanzen), in der Jurte vor dem TV, und die zerknitterte 90-jährige Urgroßmutter meditiert, in dem sie methodisch die Bläschen der Luftpolsterfolie, in die das TV-Gerät gehüllt war, knallen läßt. Und über die Steppe weht de ewige Wind…

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Gletscher…

09.01.2009, 17:55

Daß ich das jetzt gefunden habe, lässt mich wieder an meinem Erinnerungsvermögen zweifeln !

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Lakritze

09.01.2009, 18:27

Gletscherkälbchen, da klingelt was bei Deiner Beschreibung — ein älterer Film, in dem es um das Steppengras geht? Und um ein Liebespaar, das sich findet und dann eben den Stab aufstellt –?

Ich weiß es nicht mehr, durchsuche aber gerade die IMDB.

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6Kraska6

09.01.2009, 18:28

Tja, Quizfrage, Gletscher: Was hat Sergeij gesehen, was ihn so entsetzt? a) Gombo und Pagma unter der Urga, b) die Großmutter, c) ein Fernsehgerät, d) eine Anlage, in der Stutenmilche vergoren wird oder d)………….. na?

Für die richtige Antwort gibt es zur Belohnung die ulttimative mongolische Version eines spanischen Pasodoble:

http://de.youtube.com/watch?v=XyMOY3dxUow

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Gletscher…

09.01.2009, 18:45

Ich erinnere mich nicht !
Aber wie ich dich kenne, wird es d) sein, wäre aber nett, wenn es a) wäre, aber dann fände ich den netten lonely LKW Fahrer Sergej nicht mehr soo nett,aber weil ich den Preisfilmschnipsel schon angeschaut hab, meine ich wieder, den Film gesehen zu haben…

Da muß jetzt Lakritze ran.
Und hab noch ein Schnipselchen gefunden, an das ich mich wiederum nicht erinnern kann.

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Beijingbe…

10.01.2009, 00:02

Fly Fast Records – das sind die Leute die auch den Film Beijing Bubbles gemacht haben, ein Film über alternative, indie Rock in Peking. Das Buch nenn ich da mein eigen bereits, wie auch viele andere CDs chinesischer Musik. Der Knaller ist eh die CD Poptastic Conversation China, wo Die Ärzte und Wir sind Helden und Die Sterne Chinesisch singen

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Ich fang mal mit der größten Tasse an. Da braucht auch Lakritze keine Angst zu haben, dass der Kaffe zu schnell zu kalt wird, der läuft durch das Loch schnell durch.dscf3669dscf3670

Dann geht es weiter mit der Elefantentasse, die ich vor Jahren einem Freund geschenkt habe ,bei dem sie auf dem Regal an seinem Schreibtisch langsam einstaubt.
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Jetzt kommt noch die tägliche Gorillaespressotasse mit elefantöser Begleitung.
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Ich schicke voraus:
Ich habe diese Wirtschaft bereits besucht,als sie noch Wirtschaft genannt werden konnte und keine coole Eventlocation war.

Die 1910 geborene Inhaberin würde sich wohl im Grab umdrehen, wüsste sie, dass ihre Wirtschaft jetzt Oma Rink`s Sterntaler heißt, crossover Fusionsküche im Angebot hat.
Sicherlich hätte Frau Lulu Schwarz, die als erste Frankfurterin im Jahre 1933 die Fahrerlaubnis erworben hatte, etwas dagegen gehabt Omma genannt zu werden, obwohl sie traditionell in der Nylon-Kittelschürze bediente.

Herr Herl urteilt in seinem empfehlenswerten Büchlein “Heimatkunde Frankfurt” ( ISBN Nr.:978-3-45538023-1, verlag Hoffmann und Campe) auf Seite 105 drastisch:
“Doch dann schlugen die Immobilienverbrecher und Gastro-mafiosi zu und teilten das Filetstückchen in allerbester Lage unter sich auf. Heute wird das Lokal von einer Bande Event-Hansels geführt, die sich sogar des namens von Lulu Schwarz bedienen und unter der albernen Bezeichnung “Oma Rink`s Sterntaler” ein Schickimickilokal führen. Unter dem scheinheiligen Motto”gewohntes mal anders” wurde die Wirtschaft von einem vollkommen gefühllosen Innenarchitekten zu Tode renoviert, und man ist sich nicht zu schade, Caipirinha und andere Modegetränke in den Bembeln der alten Dame auszuschenken. Geführt wird es im übrigen von solchen leuten, die früher nicht mal im Sommer von Lulu Schwarz eingelassen worden wären, geschweige denn im Winter”.

Wenn ihr wollt und es euch einen gewissen qypemehrwert verspricht und die Regie auch damit einverstanden ist, erzähl`  ich euch noch weiter von früher.

Wenn ihr einen frankfurtypischen Geschenktipp braucht, empfehle ich Michael Herls  Heimatkunde , wenn ihr Michi Herl treffen wollt, empfehle ich das Stalburgtheater samt sommerliches Offenlufttheaterprogramm im Güthersburgpark und auch den Besuch der Stalburg, da kann sogar noch die Kegelbahn aus den 50er-Jahren benutzt werden.

Ich füge  meine  Antwort auf qype´sche Kommentarkritik noch  an:

Herr Frankenfurter, ich gestatte Ihre Bemerkung,  möchte  aber richtigstellen,  dass es  mir  in meinem Beitrag nicht, auch nicht augenscheinlich, um das Werk  von Herrn Herl geht,den  ich  nicht  persönlich, aber aus der Stalburg ,dem Stlburgtheater und radelnd aus Nordendstadtteilbild kenne. Aber er  hat als echter Zeitzeuge die Gaststätte  Rink treffend  beschrieben und  ich  wollte korrekt aus  seinem Büchlein zitieren, weshalb ich  auch  die  ISBN-Nr. erwähnt habe, wissend, dass Autoren darauf gelegentlich Wert legen.

Mir ging es in erster Linie um den Umgang mit dem kulturellen Erbe einer Frankfurter  „Äppelwoi“wirtschaft. Ich  kann  mich  rühmen,  der „Türpolitik“ von Frau Schwarz weder  sommers noch  winters zum Opfer gefallen zu. Ich  war  damals wohl  in Begleitung eines tauglichen „Bürgen“( der  wird,bezogen  auf  den  Bundesligastammtisch von Herrn Herl  auch  nett  beschrieben). Ich  erinnere  mich  auch  daran, dass  Frau  Schwarz in den neunziger  Jahren,  als  sie  die Wirtschaft  nicht mehr  führen konnte, großen Wert darauf gelegt hat, dass von den  Pächtern nichts, jedenfalls  nicht  allzuviel verändert  wird.

Deshalb erlaube ich  mir das Urteil, dass  sie  niemals zugelassn  hätte,  dass in  ihren Bembeln  „Caipi“ ausgeschenkt  wird, ihr Foto auf  dem  gerahmten letzten  Rest ihrer  Tapete  hinterm „Bartender“  hängt, ihr Mädchenname  im  Lokalnamen ge(miss)braucht wird und sie sogar im Namen der angebotenen Gerichte auf Weltreise geschickt wird.

Das hätte  sie  nicht  gewollt, wenn sie eine Weltreise hätte  machen  wollen,  wäre  es ihr auch  schon  in den  80er  Jahren  ohne  weiteres möglich gewesen, das klapperige Anwesen zu  verkaufen  und die Reise persönlich anzutreten.

Herr West,es geht auch eigentlich nicht um das Bewahren gegen das Erneuern.

Ich  finde,  es  geht um den Umgang mit der lokalen  Geschichte und den Toten, die  man, weil sie  sich  nicht  mehr  wehren  können, ruhen lassen soll. Das  nennt man  wohl Pietät.

Sollten sie  ihr stylishes Lokal doch  „Appelwoilounge“ nennen, das  Foto  abhängen  und  neue 8er oder 10 Bembel kaufen, in denen der Caipi mit  Mengenrabatt gemixt wird.

Und  Herr Herl  ist  mit  seiner Fundamentalkritik auch  nicht  alleine, da  möchte  ich  auf den Artikel in  der  FR vom 20.4.2007, der auf  der  homepage der Betreiber im Pressespiegel veröffentlich ist, verweisen.
Da wird  die „einfühlsame Komplettsanierung“ ( http://www.omarinks-sterntaler.de/presse.html )  auch  in große Anführungsstriche gesetzt.

Ich wurde um Überarbeitung des Beitrags gebeten, da er nicht den speziellen qypemehrwert enthalte.

Erst wollte ich den Beitrag völlig löschen, jetzt versuche ich mich an der Mehrwertüberarbeitung.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass der geschichtliche Aspekt, dass vor 30 Jahren der Strand unter dem Pflaster der Hafenstrasse gesucht wurde und nun der Strand auf das Pflaster geschüttet wird, mit ein wenig gutem Willen als eine Art Informationsmehrwert betrachtet werden könnte.

Als ich, zugegebenermaßen nach dem Schreiben der ersten Fassung des Beitrages, vor Ort in Hamburg war, konnte ich Foto des Platzes fertigen, aber das Lokal war noch geschlossen, weshalb ich dort weder essen noch trinken konnte.
Aber die Lage ist wirklich einmalig schön und wenn es auch in diesem Jahr bei schönem Wetter wieder gute Livemusik zu hören geben wird, kann ich den Platz zwar nicht mehr entdecken, aber doch wärmstens empfehlen.

Hallo,

Qype bietet die Möglichkeit, über Erfahrungen und Erlebnisse von Orten oder
Dienstleistungen, die man aufsuchen kann, zu berichten. Der Mehrwert eines
Beitrages ist somit für die Community entscheidend. Je glaubwürdiger und
informativer der Beitrag eines Qypers ausfällt, desto eher wird er als
relevant wahrgenommen.

Dein Beitrag über „Strandpauli“ entspricht leider nicht unseren Vorstellungen
eines aussagekräftigen Beitrages und wir würden Dich darum bitten, ihn bis
morgen zu bearbeiten. Sonst werden wir ihn löschen müssen.

Die Community will eigentlich das erfahren, was sie in einer normalen Guide
nicht erfahren kann…Du machst den Unterschied!

Freundliche Grüße

Na dann bekommt er Blogasyl ,der miese Beitrag ohne Aussagekraft:

„Ich bin brav und besuche, die Plätze, über die ich geschrieben habe, und zur
Einstimmung auf die Freiluftsaison habe ich euch unten das UNIK Video aus
Shanghai eingebettet.

Das war die erste Version vom letzten Jahr:

Ich gestehe, ich war noch nicht im Strandpauli und als ich das letzte Mal in
der Hamburger Hafenstraße war,lag der Strand eindeutig noch unter dem
Pflaster, an das ich mich erinnern meine zu können. (stimmt der Satz so ?)
Über dieses Thema habe ich aber schon im Strandcafe in Frankfurt sinniert.

So, und in meinen Beitrag über Tatanka habe ich den Schlusssatz (das mit den
sss musste jetzt sein) aus den Traurigen Tropen von Claude Levi-Strauss
zitiert ,den von mir sog. Katzenregenbogentext.
Und auf diesen Text bin ich vor fast 30 Jahren gestossen, weil er von einem
Freund als Vorwort für eine Diplomarbeit verwendet wurde. Und dieser Freund
wohnt in Hamburg und beim Telefonieren habe ich ihm dringend geraten, das
Konzert von Cris Cosmo am 8.7.2008 im Strandpauli zu besuchen.

Das Strandpauli war ihm bekannt, ja ich meine sagen zu können, einen ,das
Strandpauli anerkennenden Ton herausgehört zu haben.

Ihm,seiner Familie,seinen Freunden,deren Freunden, den qypern und den
qypemitarbeitern und deren Freunden und Verwandten ,meinen Hamburger
qypekontakten ,insbesondere PJebsen, mit dem ich mich über die qypeverortung
der Geschwister Hofmann gestritten habe,und auch der qypekontaktin Clementine
3 wohl grade im Urlaub war,weil sie seit einem Monat nicht mehr geqypt hat,
möchte ich den Besuch des Konzertes sehr an`s Herz legen.

Gewünschte und gehabte Urlaubsstimmung hält an, es wird euch gefallen und
kost´ ja nix.

Meine Überarbeitung hat  den Vorstellungen  der Seitenbetreiber  nicht  entsprochen, deshalb erfolgte  nun  die  gesamte Löschung.

Schade, das  macht  mir  schon ein bischen Kummer…

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Den Kuddlaapplastoi# ( 9.12.im Adventskalender), den ich jetzt in annähernder Übereinstimmung mit der Schreibweise auf der neuen Laichinger homepage in der Platzbezeichnung Kuddlaabblastoi aber nicht Kuddlaabbla Stoi, nicht Kuttel Aple Stoi, wie auf der offiziellen Laichinger Stadthomepage, nicht Kuttel Appel Stein und schon gar nicht Kuttel Apel Stein wie auf dem Schild geschrieben habe, denn so weit geht meine Kompromissbereitschaft zugunsten der einfachen google/googleearth- Verortung nicht, habe ich bereits im Beitrag über das Schlössle genannt und, wer auch nur ein wenig Gletscherkälbcheneinfühlungsvermögen besitzt, weiss, dass die Nennung der Genialität des Wortes an sich geschuldet ist.

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Auf dem Wanderweg ist der kuddlaapplastoi die Nummer 3 und heisst Kuttel Aple Stoi !

Was aber soll bitte die Aufschrift auf dem wettergeschützten (!) Schild “Kuttel Apel Stein” bedeuten ?

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Das ist doch nur genial bescheuert sondern auch peinlich !

Wer hat versucht, die jahrhundertealte Bezeichnung Kuddlaapplastoi oder meinetwegen auch Kuddlaabblastoi in`s Hochdeutsche zu übertragen ?

Wer war das ? Er melde sich ! Er schäme sich !

Ich werde es erurieren, bevor das Geheimnis der Entstehung der vielen Felstrümmer gelüftet ist. Denn das ist doch klar, da wird wohl die Erosion am Rande des Trockentales , das Wassertal heisst, dafür verantwortlich sein.

Das gibt dem Schildaufsteller nicht das Recht, das schöne Wort zu verhunzen und die Geschichte der Entstehung des Steinnamens zu verschweigen.

Klar auf den diversen Homepagen steht, dass der Legende nach die Appolonia Barth Anfang des 19. Jahrhunderts bei Unwettern, also immer dann, wenn es Grodda ghaglet, während dem Heuet unter dem Stein Unterschlupf gefunden hat.

So ein grottenhagelndes Sommergewitter , vor dem sich die Applone in Sicherheit gebracht haben mag, ist nun auf youtube im Unwettervideo anzusehen und, wenn ich mich nicht irre, ist der Kuddlaappalstoi in Blickrichtung der Kamera, die die monatlich veröffentlichten Zeitrafferwettervideos aufzeichnet.

Wenn sich der Name des Steins vom Appolonia ableitet, muss er logischerweise Kuddlaapplastoi und nicht Kuttel Apel Stein, Kuttel Aple Stoi oder Kuddla Abbla Stoi, Kuddlaabblastoi oder Kuddlabbla Stoi geschrieben werden.

Und das Geheimnis der Kuddla ist damit immer noch nicht gelüftet !
Da gibt es meines Erachtens mehrere Erklärungen. Die einfachste wäre, anzunehmen bei der Applone habe es sich um eine besonders gute Kuddlaköchin gehandelt oder Kuddla sind nicht nur die Leib- und Magenspeise unseres Exqypers Gargano sondern schmeckten auch ihr besonders gut.

Oder die Applone musste so schnell vor dem Unwetter weg und unter den Schutz des Steines rennen, dass ihre die Kuddel aus dem Hals hing. ( mit Kuddel sind im Schwäbischen nahezu alle inneren Organe gemeint, speziell auch die Lunge, es bedeutet also, dass sie völlig außer Atem war)

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Böse Zungen behaupten, dass die  Appolonia die Sommergewitter und die herbstlichen Stürme als Vorwand genommen  hat, um sich  im  ihrem/n Liebhaber/n auf, neben oder in der   Laubhöhle unter dem Stein getroffen  zu  haben und sich dabei die  Kuddel aus dem Leib geschrien zu haben.  dscf3474

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Lassen  wir das.

Ich bevorzuge die Köchinnen/Leibspeisen-Erklärung ,wobei ich gestehen muss, dass ich Kuddeln wirklich gar nicht mag.

Aber der von mir versegglede ( beschimpfte) Schilderaufsteller ist bestimmt mit dem Laichinger Perlmamaknopfkäufer verwandt.
Der wurde in den 60er Jahren auch zu Legende,weil er zum Hirschle geschickt wurde, um Perlmuttknöpfe zu kaufen, sich gewählt hochdeutsch ausdrücken wollte und Perlmamaknöpfe orderte.
Ich erinnere (Absicht ! neudeutsch) seinen Namen nicht, aber die Geschichte ist verbürgt und das Schild mit Kuttel Apel Stein muss weg, outet es die Laichinger als ausgemachte Perlmamaknopfkäufer !

Einigen wir uns ein für  alle mal  darauf,  dass   so gesprochen wird:

Kuddlapplaschdoi !

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Eyne Vogelgeschychte von Lyselotte Burger myt Byldern von Fritz Baumgarten

yst meyn Blogeynstyeg.

Warum das denn, mögt yhr euch fragen,was soll denn das  ?

Na ya, das Buch fyel mir eyn, als ych verstanden habe, was twyttern yst und daß  das Wort ybersetzt  zwytschern heyßt.

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Das Buch  hat keyne YSBN Nummer, das genaue Erscheynungsdatum konnte ych  nycht ermytteln, es myssen aber die  End50er Yahre seyn: Der vorvorletzte Reym lautet:

Zwitschi, der nun flügge ist,

will nicht zurück ins Nest,

das ihm zu eng geworden ist,

„Lebt wohl“, so ruft er fest,

habt Dank und grüßt die Brüderlein,

ich fliege in die Welt.

Papa, Mama, nicht böse sein,

wenn es mir so gefällt!“

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Jetzt fehlt natürlych noch der Twyttertext, aber ych wollte euch dye Vogelhäuschen  und die  Landschaft  nycht vorenthalten…..

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Petertasse

Petertasse

Das ist meine erste Tasse, sie  hat 50 Jahre Macken auf dem Buckel  und wurde einem männlichen Kind namens Peter  geschenkt, das war ich. Der Haken war nur, dass  ich, obwohl ich es stammhaltermäßig hätte sein sollen, nicht männlich war. also  bekam ich  Hosen  angezogen  und  wurde  solange   dem Tassenschenker gegenüber „Peter“ genannt, bis  sich  mein Geschlecht nicht länger verleugnen ließ.  Er trug  die  Offenbarung  mit Fassung und  forderte die  Tasse  nicht zurück.  Gestern nahm  ich sie wieder in Besitz.

Ich sehe  gerade,  dass ich die  Hennenseite fotografiert  habe….

Ja  und diesen  beruf  hätte ich  ergreifen sollen, wäre ich  ein  echter  „Peter“ gewesen:

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Das  ist der  Krug zur Meisterehrung und  weil  er so  schön  ist  in  ganzer Pracht:

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