dscf3466

Den Kuddlaapplastoi# ( 9.12.im Adventskalender), den ich jetzt in annähernder Übereinstimmung mit der Schreibweise auf der neuen Laichinger homepage in der Platzbezeichnung Kuddlaabblastoi aber nicht Kuddlaabbla Stoi, nicht Kuttel Aple Stoi, wie auf der offiziellen Laichinger Stadthomepage, nicht Kuttel Appel Stein und schon gar nicht Kuttel Apel Stein wie auf dem Schild geschrieben habe, denn so weit geht meine Kompromissbereitschaft zugunsten der einfachen google/googleearth- Verortung nicht, habe ich bereits im Beitrag über das Schlössle genannt und, wer auch nur ein wenig Gletscherkälbcheneinfühlungsvermögen besitzt, weiss, dass die Nennung der Genialität des Wortes an sich geschuldet ist.

dscf3468

Auf dem Wanderweg ist der kuddlaapplastoi die Nummer 3 und heisst Kuttel Aple Stoi !

Was aber soll bitte die Aufschrift auf dem wettergeschützten (!) Schild “Kuttel Apel Stein” bedeuten ?

dscf34751

Das ist doch nur genial bescheuert sondern auch peinlich !

Wer hat versucht, die jahrhundertealte Bezeichnung Kuddlaapplastoi oder meinetwegen auch Kuddlaabblastoi in`s Hochdeutsche zu übertragen ?

Wer war das ? Er melde sich ! Er schäme sich !

Ich werde es erurieren, bevor das Geheimnis der Entstehung der vielen Felstrümmer gelüftet ist. Denn das ist doch klar, da wird wohl die Erosion am Rande des Trockentales , das Wassertal heisst, dafür verantwortlich sein.

Das gibt dem Schildaufsteller nicht das Recht, das schöne Wort zu verhunzen und die Geschichte der Entstehung des Steinnamens zu verschweigen.

Klar auf den diversen Homepagen steht, dass der Legende nach die Appolonia Barth Anfang des 19. Jahrhunderts bei Unwettern, also immer dann, wenn es Grodda ghaglet, während dem Heuet unter dem Stein Unterschlupf gefunden hat.

So ein grottenhagelndes Sommergewitter , vor dem sich die Applone in Sicherheit gebracht haben mag, ist nun auf youtube im Unwettervideo anzusehen und, wenn ich mich nicht irre, ist der Kuddlaappalstoi in Blickrichtung der Kamera, die die monatlich veröffentlichten Zeitrafferwettervideos aufzeichnet.

Wenn sich der Name des Steins vom Appolonia ableitet, muss er logischerweise Kuddlaapplastoi und nicht Kuttel Apel Stein, Kuttel Aple Stoi oder Kuddla Abbla Stoi, Kuddlaabblastoi oder Kuddlabbla Stoi geschrieben werden.

Und das Geheimnis der Kuddla ist damit immer noch nicht gelüftet !
Da gibt es meines Erachtens mehrere Erklärungen. Die einfachste wäre, anzunehmen bei der Applone habe es sich um eine besonders gute Kuddlaköchin gehandelt oder Kuddla sind nicht nur die Leib- und Magenspeise unseres Exqypers Gargano sondern schmeckten auch ihr besonders gut.

Oder die Applone musste so schnell vor dem Unwetter weg und unter den Schutz des Steines rennen, dass ihre die Kuddel aus dem Hals hing. ( mit Kuddel sind im Schwäbischen nahezu alle inneren Organe gemeint, speziell auch die Lunge, es bedeutet also, dass sie völlig außer Atem war)

dscf3473

Böse Zungen behaupten, dass die  Appolonia die Sommergewitter und die herbstlichen Stürme als Vorwand genommen  hat, um sich  im  ihrem/n Liebhaber/n auf, neben oder in der   Laubhöhle unter dem Stein getroffen  zu  haben und sich dabei die  Kuddel aus dem Leib geschrien zu haben.  dscf3474

dscf3470

Lassen  wir das.

Ich bevorzuge die Köchinnen/Leibspeisen-Erklärung ,wobei ich gestehen muss, dass ich Kuddeln wirklich gar nicht mag.

Aber der von mir versegglede ( beschimpfte) Schilderaufsteller ist bestimmt mit dem Laichinger Perlmamaknopfkäufer verwandt.
Der wurde in den 60er Jahren auch zu Legende,weil er zum Hirschle geschickt wurde, um Perlmuttknöpfe zu kaufen, sich gewählt hochdeutsch ausdrücken wollte und Perlmamaknöpfe orderte.
Ich erinnere (Absicht ! neudeutsch) seinen Namen nicht, aber die Geschichte ist verbürgt und das Schild mit Kuttel Apel Stein muss weg, outet es die Laichinger als ausgemachte Perlmamaknopfkäufer !

Einigen wir uns ein für  alle mal  darauf,  dass   so gesprochen wird:

Kuddlapplaschdoi !

Advertisements