In dem futuristischen Gebäude, in dem sich auch der Cocoon Club befindet gibt es , jedenfalls vorübergehend einen Ausstellungsraum der Galerie kunstcoma namens U.F.O.

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Da findet vom 1.11.2008 bis 22.11.2008 die vom Kulturamt der Stadt Frankfurt geförderte Ausstellung der Galerie kunstcoma statt, die ihre “Los”Reihe: Herrenlos, Wortlos, Brotlos nun mit

Bodenlos

fortsetzen.

Zunächst zum Gebäude:

Das Gebäude sieht an sich schon sehr “spacig” aus mit den grünen Neonröhren und dem- an den entscheidenden Stellen – nackten Argonauten davor.

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Ich war zur Ausstellungseröffnung am 1.11.2008 da und wurde am eigentliche richtigen Eingang beim Argonauten von dem “valetparkeinweiser ” weggeschickt, ich solle rechtsrum zu einem anderen Eingang fahren.
“Recht so” dachte ich schon deshalb, weil ich mein ungeputztes Auto keinem “valeteinparker” zumuten wollte.

Also parke ich um´s Eck auf ausgedienten , also im Pflaster endenden Industriebahnschienen. Da gab es dann so einen weissen Plastikzeltanbau, der auch gerne für Schrebergärten oder Freilufthochzeiten genommen wird und der gerade befestigt wurde. Also frage ich den Handwerker: “Wo ist denn hier ein Eingang ?” und derantwortet:”Eigentlich am anderen Ende”, also da wo der Valetparkingwachmann stand und ich sag: “Oh, der hat mich grad hierher geschickt” und dann durfte ich ohne viel Federlesen durch das weisse Zelt reinschlüpfen und befand mich, ich erkannte es an den grossen Aschenbechern und den vielen Kippen auf dem Boden in der Raucherecke, die es früher auf den Schulhöfen gab, des Cocoon-Club ! Ich wurde dann angewiesen mit dem riesigen (!) Aufzug in den ersten Stock zu fahren. Ich mache es kurz, alle verglasten Eingänge zu den Laubengängen waren verglast und und auf allen drei Stockwerken verschlossen, ich also wieder runter durch den – um 20 Uhr natürlich leeren – Club und an der anderen Ecke des Gebäudes wieder in den Aufzug.

Insgesamt ein spacig-kafkaeskes Erlebnis mit den verschlossen Türen, der Dunkelheit, den Waschbetonmauern der fehlenden Beschilderung und der Innenhof des Gebäudekomplexes erinnerte an Alcatraz, es fehlten nur die Gefangenen, die an die Blechgeländer klopften.

Der Innenraum des dreieckigen Gebäudes ist mit einem, für Gletscherkühe kaum erklimmbaren Pflastersteinhügel versehen auf dem drei unmotivierte Palmen und einige lehnenlose Sitz-bzw. Liegeflächen um den Abluftkamin (?) des Cocoonparkhauses verteilt sind.

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zur Ausstellung Bodenlos:

Von den Exponaten der Ausstellung habe ich zig Bilder gemacht, die ich jetzt, entweder wegen meiner eigenen Unfähigkeit oder wegen Qypetechnikversagens gar nicht mehr hochladen kann.

Ich werde es nochmal probieren, als Ersatz beschreibe ich, wie beim Fussball im Radio:

Der Ausstellungsraum war, wie so oft bei Kunst, ein Zwischennutzungsding, hier zwischen zwei Mietverträgen mit richtigen, echten Büromietern und keine Künstlernutzung kurz vor Gebäudeabriss. Also Waschbetonwände und Fenster.

Es war eine Sammelausstellung verschiedener Künstler.

Ich bin wegen Andreas Rohrbach hingegangen, der einen Eichentisch mit Marmorwiesenstück vor einer Strickwand ausgestellt hatte.

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Dann gab es endlos viele ,lange schmale Leitern aus Sperrholz von Heather Allen, die ich extra für Herrn Kraska fotografiert habe und die höher und noch höher in´s Nichts ragten.

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Dann gab es gehäkelte Elefanten http://assets0.qype.com/uploads/photos/0053/6279/DSCF2461_thumb.JPG?24085   beim Staubsaugen der Berliner Chilenin Patricia Waller, einen sehr,sehr grüblerisch nachdenklichen überlebensgrossen Schimpansenhttp://assets0.qype.com/uploads/photos/0053/6283/DSCF2475_thumb.JPG?24085   mit lackierten Fussnägeln von Trevor Gould,der mir sehr gut gefallen hat, einen mit Buchsbaumblättern paillettenartig besetzten Babystrampler von Bea Emsbach und zwei von Yutta Safiens mit prilblumenartigen Tarnweben cocoonhaft umhäkelte http://assets1.qype.com/uploads/photos/0053/6280/DSCF2466_thumb.JPG?24085   Militärschlafsäcke ( einen türkischen und einen deutschen), die sich im Freien sicher noch viel besser gemacht hätten als in dem Ausstellungsraum.Dazu hab ich noch gelesen, dass die Häkelschnüre nach der Ausstellung als Frankfurter Beitrag einer langen Häkelschnur über den Bosporus eingebaut werden soll. Die Besucher dürfen wohl auch ein wenig mithäkeln.

Weiter waren noch zwei Waschbeckenhttp://assets1.qype.com/uploads/photos/0053/6260/DSCF2455_thumb.JPG?24085   zu sehen, die mit sahnetortenartigen Silikonröschen verziert waren (eines schwarz, das andere weiss) und goldene Sandkuchenformen, die, wenn ich nicht, irre von Silja Nordhoff stammen.

Daniel Wind ,der Österreicher aus Offenbach hatte Säulen ausgestellt, aber, ehlich, die sind mir gar nicht aufgefallen.

Trotz des Umstandes, dass das Catering wie immer bei solchen Veranstaltung nur aus Wasser (1 Euro), sehr mäßigem Rotwein (2 Euro) und Prosecco (?) bestand, kriegt die Veranstaltung natürlich die volle Punktzahl.

Ich möchte den Frankfurter Galeristen, sollte dieser Beitrag von einem solchen gelesen werden, an dieser Stelle mit auf den Weg geben:

Kauft billigen, aber sehr guten Wein in der Cantina Paolo Dettori ( EK: 1 liter 1,87 Euro) ,200 Brezeln (EK 60 cent) vom Bäcker Supp,   bestreicht dieselben frisch mit Butter und der Ausstellungskatalog ist schon finanziert, die Besucher bekommen kein Kopfweh und haben was im Magen und sind viel kauffreudiger…

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