Ich habe jetzt viele beitragslosen Qypeeinträge und die sieben Qypebeiträge zum Namen Schmidt in Köln durchgesehen und überlegt, eine Aufstellung über die, von den vielen Schmidts angebotenen Waren und Dienstleistungen zu machen. Dieser Einstieg ist mir aber zuviel Arbeit. Daher nur soviel: Der Schmidt, den ich meine, hat mehr Namensvettern in Köln, die ihn, den bekennenden Hypochonder, ärztlich oder naturheilpraktisch oder psychiatrisch behandeln, juristisch und in Finanzdingen beraten oder, architektonisch oder mit leckeren Wurstwaren versorgen können, als er je in Anspruch nehmen kann.
Aber er selbst ist weder mit seiner Firma noch mit seinem Studio in Köln Mühlheim auf qype vertreten, nicht einmal gelbseitig beitragslos.

Woran liegt dieser Informationsmangel auf qype ?
Schauen die im Internet Kommunizierenden nicht mehr fern und wenn doch, keine öffentlich-rechtlichen Sender ?
Liegt es an der Qualität von Qype ?
Sind wir noch meilenweit davon entfernt, die besseren gelben Seiten zu sein ?

Haben wir, die pro bono publico, oder soll ich sagen pro bono qype unermüdlich Tag und Nacht Schreibenden, versagt ?
Sollen wir uns im Dienste des zügigen qype-break-even und der Sache an sich, also der umfassenden Kategorisierung und Beschreibung aller begehbaren Orte der Welt, noch mehr anstrengen ?
Sollen wir schneller, pointierter und kürzer beschreiben, damit das Ziel in kürzerer Zeit erreicht ist ?

Wir sind eine endlos diskutierende kritische Qypermasse, das schon, aber dass wir versagt haben könnten,mag ich mir gar nicht vorstellen und aus schwäbischer Heimatverbundenheit mit der Hautperson des begehbaren Studiostandortes in Köln-Mühlheim möchte ich diesem Mangel abhelfen und mich gleichzeitig für meine inhaltslos sinnentleerten Zweizeiler , die letztens in frevelhaft aufsässigem, unsolidarischem , geradezu revoluzzerhaftem Querulantentum meiner Tastatur entglitten sind und für die ich bislang weder von unseren ehrenamtlich und freiwillig tätigen Qypewächtern mit Worten wie: “Welcher Trottel drückt denn hier auf hilfreich und gut geschrieben ?” Schelte, noch von der Qyperegie ein Abmahnungsticket mit der Aufforderung zur kurzfristigen Überarbeitung erhalten habe, Qypeabbitte tun.
Als Buße lege ich mir nun freiwillig die besondere nächtliche Qypeanstrengung auf.

Zunächst gestehe ich, gehöre auch ich zum Zielpublikum des intellektuell angehauchten, der deutschen Sprache einigermaßen mächtigen und deshalb auch einen Wortwitz Kaliber Schmidt verstehenden, das Bruttosozialprodukt mehrenden middle class heroe und bilde mir sogar ein, Herrn Schmidt wegen ähnlicher Provenienz und vergleichbar provinzieller Sozialisation besonders gut verstehen zu können.
Ich verfolge seinen zynischen Sarkasmus seit Jahren und habe die Wechsel aus den dritten Programmen zum Privatsender und zur Prime-late-night-time im Ersten, jede Kürzung und seine lange Absenz ähnlich klaglos wie alle Neuerungen auf Qype ertragen und fand es sogar originell, dass er von Jetzt auf Nachher den Löffel hingeworfen hat, um nach einem Jahr Pause mit wallendem Haupt- und Barthaar wie Phoenix aus der Asche wieder aufzusteigen.

Fernsehen ist heute kein generationenübergreifendes Familienprogramm wie zu Zeiten eines Lou van Burg, als der Kandidat mit der Armbrust oft 99, selten 100 Punkte errang, der Begriff „Goldener Schuss“ noch nicht mit dem “Goldenen Dreieick” assoziert wurde und Fernsehen an sich ein gesellschaftliches “Event” am Gerät der Nachbarin oder des Dorfgasthauses war.
Dass diese Zeiten vorbei sind, hat Herr Schmidt schon erkannt, als er, noch bei SAT 1, Herrn Andrack als Sparringspartner hatte und dieser immer mal etwas im Netz nachschlagen durfte und die dicken Lexika in der Kulisse zu bloßer Dekoration verkamen.

Herr Schmidt saß ihm gegenüber, nippelte , den kleinen Finger abspreizend, an seinem schmalen, hohen Wasserglas, grad so, als ob er nicht wirklich wüsste und auch nicht zu wissen nötig hätte, wie man mit so einem Ding umgeht.
Vorbei die Zeit, als Boris Becker im Werbefernsehen glücklich und erstaunt strahlend verkündete: Ich bin drin! und sich die ganze Nation mit ihm freute.
Wer heute nicht drin ist, ist draußen, weg vom Fenster, out, aus die Maus. Aber ob die mit der Formel KISS (keep it stupid and simple) ins Internet bewegte Massen damit auch dauerhaft an qype gebunden werden, ist die, von Herrn Uhrenbacher zu beantwortende Frage.

Herr Schmidt geht mit der Zeit, qype reitet bald voraus.

Schaut man sich auf myspace um, taucht er bei jeder zweiten deutschen noname Band als geaddeter Freund auf, nur nicht bei dem von mir beqypten Cris Cosmo und ich frage mich schon wieder :warum eigentlich ?
Gilt hier noch die Höflichkeitregel, dass der Jüngere zuerst grüssen, sich tiefer verbeugen, und den Sitzplatz im Bus räumen muss, müssen also die Musiker und Bands bei Herrn Schmidt um Addung nachfragen und werden erst nach Prüfung durch ihn oder durch seine Praktikanten akzeptiert, respektive abgelehnt ?
Auch hierzu fällt mir schon wieder qype ein, bei uns sagt die ungeschriebene Qypebenimmregel auch, dass ein(e) unerfahrener Neuqyper(in) den/die erfahrene(n) alten Qypehasen/häsin um Kontakt bittet und erst nach gründlicher Sockenpuppenüberprüfung in die Kontaktliste aufgenommen oder bei einer QCN mitessen darf.

Ich qypeerinnere daran, dass ich zu Anfang meiner gnadenlosen Cris Cosmo Bumperei diesen mit seinem textlich qypepassenden Lied “Unik” als qypesuperstar und potentiellen zahlenden Premiumbeitragskunden angeboten und dem HQ vorgeschlagen habe, einen qypeafterworkchillout im Strandpauli zu machen und sich live von seiner Qualität zu überzeugen.
Es folgte keinerlei feedback.
Gletscherkälbchen musste sich wegen der kollegialen Beschwerden von Punkteneidpetzen ständig rechtfertigen und wenn es den Nachweis dafür, den begehbaren Ort tatsächlich begangen zu haben, nicht erbringen konnte, wurde teilweise unerbittlich gelöscht, später wurde es mit dem Hinweis auf kommende Eventfunktionszeiten zu vertrösten versucht. Ich bin ja nicht nachtragend, aber als Teil des ewigen Gletschereises liegt ein gutes Gedächtnis in meiner Natur.
An dieser Stelle möchte ich Herrn Schmidt und Herrn Pocher Herrn Cosmo,der derzeit noch auf der Musikmesse in Shanghai sein Unik– Lied auf chinesisch vorträgt, ans Herz legen. Über diesen link können sie auf myspace mal reinhören und es würde auch thematisch passen, da Herr Schmidt seit Olympia in Beijing ausgewiesener Chinaexperte ist.

In seinem Kurzinfo auf myspace beantwortet er die Frage, wen er gerne kennen lernen würde mit: „Wer will mich sehen ?“

Nicht schlecht,Herr Specht!

Die Gegenfrage scheint wohlerwogen und sollte mit einem WO ergänzt werden, also lauten: Wer will mich wo sehen ?
Auf youtube waren seine wichtigsten und witzigsten Sendungen aller Epochen ausschnittsweise vertreten und hatten Klickquoten, die in die Hunderttausende gingen
Es wird urheberrechtliche Gründe haben, warum diese Videos nun no longer available sind.

Liebe ARD, damit könnt ihr bei der jungen Generation nicht punkten! Die jüngere Zielgruppe empfindet das eher als Zensur denn als Urheberrechtsverletzung und lässt sich auch durch die Löschung auf youtube nicht donnerstags um 22 Uhr 45 auf das Sofa zwischen Oma und Opa zwingen.
Gleichwohl denke ich, dass für Herrn Schmidt persönlich auch bei der jungen Generation noch Hoffnung besteht,
Zum Einen verkörpert Herr Pocher den Wandel ins neue, schnelle Zeitalter der getwitterten Kurzpointe und ich möchte so weit gehen, ihn mit dem so ausführlich diskutierten und geschmähten qypezweizeiler oder Stammelbeitrag zu vergleichen, während mir zu Herrn Schmidt ein 6kraska6- Beitrag einfällt.
Ob Herr 6Kraska6 mit Herrn Schmidt noch ein Sträußchen auszutragen hat, ist mir unbekannt, ich hoffe aber, er verzeiht mir den Vergleich.

Ob Herr Pocher es für die ARD wird richten können, wird von seinem Vorgänger Herrn Andrack im Focus öffentlich bezweifelt. Laut Focus kündigte er wegen schrumpfender Verdienstmöglichkeiten und geht erst mal die heimischen Wälder abwandern, um sie in einem Buch zu beschreiben. Warum schreibt er nicht auf qype, das kostet doch nichts und wäre schön für uns ! Ach so,ich vergaß, er ist noch jung, braucht das Geld und will echte Euronen und keine Gummibärchen verdienen.

Ob die von Qype angestrebte Überflügelung der recht nichtssagenden Gelben Seiten durch zackig markante, aber dennoch aussagekräftige twitterreviews Herrn Uhrenbacher schneller zum break-even führen, als das, was uns hier so gut gefällt will ich nicht beurteilen müssen, dies bedarf der Abwägung gewisser Imponderabilien,also der Gegenüberstellung möglicher positiven und negativen Wirkungen vorhandender Alternativen und Zielsetzungen.
Ich will zur Vermeidung der Verbannung des Beitrags in das Qypenirvana oder den Qypegulag – je nach Betrachtungsweise – der Gruppendiskussion an dieser Stelle nicht aus dem Nähkästchen plaudern, aber Altqypeadvancedinsider und Neuqypeschnelldenker wissen, was ich meine.

Nur zur ergänzenden Information für die Abwägung der Risiken und für die Statistik: Herr Uhrenbacher hat bei qype 309 Freunde und bei Twitter 416 followers, auf myspace habe ich nur einen Wahlhamburger namens Stephan (39 Jahre) mit einem einzigen Freund, dem Tom, dem myspacefounder aus Santa Monica ,California (33), der alleine 249 289 317 Freunde (!) hat, gefunden. Ob dieser Stephan mit unserem qypefounder identisch ist, weiß ich nicht.
Herr Schmidt hat bei myspace hingegen 16 727 Freunde und gibt sein Jahreseinkommen mit 196.000 Euro und höher an, den break even scheint er also schon überwunden zu haben,ob er auch Twitterfollower oder Qyperkontakte hat weiß ich wiederum auch nicht.
Um dem Tom das Wasser reichen zu können, müssen sowohl Herr Schmidt als auch Herr Uhrenbacher noch ne ganze Weile stricken, aber was nicht ist, kann noch werden und die Hoffnung stirbt zuletzt, das ist auch bei mir nicht anders, bei mir geht es um die Schmelzgeschwindigkeit, die es zu verzögern gilt, nicht um Wachstum.

Dass mir keine Klagen kommen: Das Kölner Studio, in dem die Sendung Schmidt & Pocher aufgezeichnet wird, ist genauso ein besuchbarer Ort wie das Studio des Herrn Letterman in New York und wenn PJebsen den Lettermann darf, erlaube ich mir den Schmidt. Das ist nur recht und billig.

Ni han du te !

Advertisements