Also der Yusuf hat schon ein gutes Gefühl für timing und er hat den Cris Cosmo glatt für das nächste Jahr noch ein paarmal zur Session eingeladen, weil es letztens so schön war und den Gästen wirklich gut gefallen hat.

Das nächste Konzert von Cris Cosmo, der jetzt auch ab und zu im Radion gespielt wird, ist am 27.2.2009.

ursprünglicher Beitrag:

Ich brachte vor vor kurzem ein kleines qypeopfer und besuchte auf dem Heimweg die Klangwelt.

Da war es jetzt noch ziemlich leer, es hatte grade erst für den Abend aufgemacht und ich machte sofort die Restaurantkritikerprobe auf`s Exempel und bestellt von der Tageskarte, aber um. Also nicht das Lammkotelett mit Reis und auf der Zunge zergehender Mangosauce für 11,8o Euro und auch nicht den Hähnchen-Gemüsespieß mit Pommes und Salat und Barbecuesauce für 7.80 Euro, sondern Hähnchen-Gemüsespieß mit auf der Zunge zergehender Mangosauce und Reis. Unglaublich aber wahr: es war kein Problem und den Salat, den ich eigentlich gar nicht erwartet hatte, gab es auch noch dazu.

Es kam kein : “Ich muss mal in der Küche fragen, ob das geht oder das kostet aber dann den Preis für da Lammkettelet und ein Euro extra für die Extrawünsche ” und
ich habe alles ratzeputz aufgegessen, weil es so gut geschmeckt hat.

Und weil ich ja am qyperecherchieren war, hab ich, solange noch nicht soviel Betrieb war, die Gelegenheit genutzt und den neuen Wirt ein bischen ausgequetscht, weshalb ich jetzt noch berichten kann, dass er Yusuf heisst, erst 24 Jahre (!) alt ist, aus Regensburg stammt, dort in verschiedenen Bars als Barkeeper gearbeitet hat, erst seit 7 Monaten, also seit er dem Laden übernommen hat, in Frankfurt ist, von der Stadt noch nicht viel gesehen hat, weil er aus dem Laden gar nicht rauskommt, sich den Beruf des selbständigen Gastronomen nicht soooo stressig vorgestellt hat und Frankfurt angenehm findet, weil er hier im Gegensatz zu seiner Heimatstadt Regensburg weder wegen seines migrationshintergrundsbehafteten türkisch-palästinensischen Aussehens noch wegen seines fränkisch-bayerischen Akzents als Ausländer , bzw. Möchtegern-Inländer behandelt wird, dass er gerne Leute kennenlernt, gerne seine Gäste zufriedenstellen will, dass die sich bei ihm wohlfühlen, Stress und Eile vergessen sollen und dass das Motto, mit dem er seinen Laden betreibt, schlicht: FREUNDLICHKEIT ist.

Die Cocktails habe ich nicht probiert, ich schwöre ! Der Espresso war gut und ging auf´s Haus und ich wünsche dem jungen Mann für seinen Mut, das Gastronomiewagnis in Frankfurt einzugehen, wirklich viel Glück und bestehe darauf, dass die Kinobesucher des Metropolis oder des Turmpalastes der Klangwelt pre- und post ihre Aufwartung machen und stelle mir die Frage, ob die Frankfurter ihn wirklich verdient haben, den freundlichen Wirt…

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